Trockenfutter einweichen, ein oft genutzter Trick

Trockenfutter einweichen hilft bei gesundheitlichen Problemen und auch wenn Ihr Tier zu wenig trinkt

Ob Hund oder Katz, auch Tiere können unterschiedliche Probleme oder Krankheiten bekommen, bei denen das Frauchen bzw. Herrchen mit kleinen Tricks Abhilfe schaffen kann. In puncto Fütterung greifen viele Tierbesitzer zum Trick mit dem „Trockenfutter einweichen“, der dadurch manches Problem beseitigt. Viele kennen diese Methode vielleicht von der Aufzucht kleiner Kitten oder Welpen, die ab einem bestimmten Alter langsam beginnen, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Das Trockenfutter wird dann aufgeweicht und als Brei zum Fressen gegeben. So gewöhnen sich die kleinen Vierbeiner langsam an festere Nahrung, das Breifutter ist zudem sanft zum Darm. Doch auch älteren Katzen und Hunden kann ein Darmproblem bzw. die Verdauung ganz schön zusetzten. Die Tierärzte raten dann häufig zu dieser Form der Futtergabe, einfach Trockenfutter einweichen und dem Tier zum Fressen geben.

Das Trocken/Nassfutter-Gemisch kann nun wesentlich leichter verdaut werden. Besonders bei Problemen im Maul-Rachenraum tun sich die kranken Tiere leichter zu fressen. Harte Nahrung würden sie in diesem Fall eher vermeiden und gar nichts fressen. Dieser Trick eignet sich auch bei betagten Vierbeinern, deren Zähne nicht mehr so gut sind bzw. gar nicht mehr vorhanden. Denn jeder Biss schmerzt, wodurch die Tiere ebenfalls die Nahrung verweigern bzw. diese nur in geringen Mengen zu sich nehmen.

Einweichen oder wässern – zwei Möglichkeiten zur Fütterung

Das Trockenfutter einweichen hat häufig aber noch einen anderen Hintergrund. Denn sehr häufig trinken die Tiere viel zu wenig. Gibt man ihnen nun noch Trockenfutter, ist der Wasserhaushalt zusätzlich gefährdet. Das Trockenfutter beträgt nur maximal 10 % Feuchte – viel zu wenig für die Katze oder den Hund. Mit der Einweich-Methode führt der Besitzer dem Tier automatisch auch Flüssigkeit zu. Sicherlich könnten die Vierbeiner auch Nassfutter fressen – doch nicht jedes Tier mag dies auch. Die Futtergewohnheiten können in manchen Fällen nur schwer „umerzogen“ werden. Einige Tiere vertragen auch nicht jedes Futter – häufige Nahrungswechsel und das Ausprobieren neuer Sorten kann außerdem zu Verdauungsproblemen führen. Daher kann der Rat mit dem Futter einweichen tatsächlich auch langfristig beibehalten werden. Doch, wie wird nun das Trockenfutter eingeweicht? Dazu einfach die Ration Futter mit ausreichend Wasser vermengen und aufquillen lassen. Durch das aufgeweichte Futter wird die Verdauung geschont, die Wasserzufuhr ist zusätzlich günstig. Um der Katze oder dem Hund zu mehr Flüssigkeit zu verhelfen, muss das Trockenfutter nicht unbedingt eingeweicht werden. Es reicht hier auch, wenn kurz vor der Fütterung die Portion genässt wird. So nehmen die Tiere ebenfalls zusätzliches Wasser zu sich auf.