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Trockenfutter oder Nassfutter, was ist besser?

Ist Trockenfutter besser für mein Tier, oder Nassfutter? Fast jeder Tierbesitzer wird sich im Laufe der Zeit diese Frage stellen

Jeder Tierbesitzer wird sich irgendwann im Laufe der Zeit – meist vor der Anschaffung des Hundes bzw. der Katze – diese Frage gestellt haben: Trockenfutter oder Nassfutter?  Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn einerseits kommt es auf die Vorlieben des Tieres an, andererseits auch auf die Vorlieben des Tierbesitzers. Ein junger Hund oder eine junge Katze, die ausschließlich mit Nassfutter gefüttert werden, können ohnehin nicht mitteilen, ob sie nicht doch lieber Trockenfutter hätten. Prinzipiell sind beide Futtermittel gut für die Tiere geeignet. Anhand einiger Vor- und Nachteile kann aber selbst entschieden werden, welches Mittel gekauft wird. Das Trockenfutter eignet sich beispielsweise hervorragend für die Fütterung an heißen Tagen, da dies weniger schnell verdirbt. Bei Hunden ist dies zudem der ideale Reisebegleiter, denn die Pellets, Ringe oder Breckies können schnell gefüttert und gut verpackt werden, selbst wenn die Packung schon geöffnet wurde.

Die Frage Trockenfutter oder Nassfutter sollte sich vor allem dann gestellt werden, wenn das Tier zur Zahnsteinbildung neigt. Hunde kauen bekanntlich auf Knochen herum, was der Zahnpflege dient. Trockenfutter erwirkt denselben Effekt und schadet Hunden somit keinesfalls. Ebenso eignet sich dies aber auch zur Zahnpflege der Katzen – dies ist oftmals sogar die einzige Möglichkeit, die sich Katzen bietet. 

Vorteile von Nassfutter

Doch auch Nassfutter hat einige Vorteile, z. B. den hohen Wassergehalt. Im Gegensatz zum Trockenfutter, das aus maximal 10 % Feuchte besteht, enthält Nassfutter oft mehr als 80 Prozent Wasseranteil im Futter. Gerade dies ist für Tiere, die sehr wenig trinken, essenziell! Außerdem schont das Nassfutter bei älteren bzw. kranken Tieren den gesamten Verdauungstrakt – angefangen vom Gebiss bis zum Darm – denn der Verdauungsprozess ist bei Weichfutter wesentlich vereinfacht. Doch, ob Trockenfutter oder Nassfutter, beide Möglichkeiten weisen Vor- und Nachteile auf. Wer sich bei der Fütterung nicht ganz sicher ist, könnte entweder beide Varianten füttern oder das Tier entscheiden lassen. Wichtig ist vor allem beim Trockenfutter aber, dass der Hund oder die Katze gesund ist, ausreichend Wasser zu sich nehmen und auch sonst keine Beschwerden aufweisen. Für Tiere mit empfindlichem Magen oder Verdauungstrakt empfiehlt es sich in jedem fall, nicht allzu oft und zu viel bei der Futterauswahl zu probieren – denn ein ständiger Futterwechsel kann den Tieren schaden. Der Darm verträgt den ständigen Wechsel nicht immer. Lieber bei einem gewohnten und gerne gefressenen Futtermittel bleiben und ab und zu etwas Abwechslung reinbringen, beispielsweise durch trockene Leckerlies – damit sind alle Tiere einverstanden. 

Da das Nassfutter sehr intensiv in Geruch und Geschmack ist, wird es von Katzen und Hunden sehr gerne verzehrt. Auch Tiere, die eigentlich sehr heikel sind, fressen das Nassfutter sehr gerne. Da das Nassfutter in kleinen Happen serviert wird, ist es vor allem bei kleinen Hunderassen und bei Katzen sehr beliebt. Nassfutter ist zudem ideal für Katzen und Hunde, die nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Gerne wird das Nassfutter auch für das Mischen mit Trockenfutter verwendet.

Vorteile von Trockenfutter

Aber auch Trockenfutter hat seine Vorteile. Da es ein geringes Futtervolumen gibt, wird der Verdauungstrakt nicht belastet. Vor allem bei sensiblen Hunden und Katzen ist dies ein wichtiger Aspekt. Durch das Kauen des Trockenfutters wird der Abrieb der Zähne gefördert, was zugleich eine Zahnpflege darstellt. Bei der Verabreichung von Trockenfutter werden meist geringere Kotmengen ausgeschieden. Durch die kleinen Portionen ist Trockenfutter sehr sparsam im Verbrauch und kostet am Tag nur sehr wenig.

Außerdem ist Trockenfutter sehr viel unkomplizierter bei der Aufbewahrung und hat eine äußerst lange Haltbarkeit.

Der Vergleich

Im Grunde genommen, kann gesagt werden, dass weder das Trockenfutter noch das Nassfutter besser oder schlechter ist, wenn die richtige Qualität gekauft wurde. Mit beiden Futterarten kann dem Vierbeiner ausreichend Zufuhr an Vitaminen, Mineralstoffen und Nährstoffen geboten werden. Dabei ist das Trockenfutter, als auch das Nassfutter nicht von der Konsistenz zu beurteilen, sondern immer nur durch die Zusammensetzung und die Qualität. Allerdings werden beim Trockenfutter immer kleinere Portionen ausreichen, als beim Nassfutter, wodurch dieses im Grunde genommen günstiger im Verbrauch ist. Das ist aber auch schon ein Knackpunkt, denn bei der Verabreichung der Menge muss beim Trockenfutter immer besonders acht gegeben werden, damit die Katze oder der Hund nicht zu sehr an Gewicht zulegen.

Oft denken sich Tierbesitzer, dass die Mengen nicht ausreichen werden und füllen die Schüssel erneut an. Hier sollte sich aber immer an die Vorgaben des Herstellers gehalten werden. Das Trockenfutter ist auch in der Lagerung und Aufbewahrung einfacher, da es nicht so leicht verdirbt. Wenn allerdings eine Katze oder ein Hund nach dem Urteil gefragt werden würden, würden sie mit Sicherheit dem Nassfutter den Vorzug geben, da der Geruch und der Geschmack einfach natürlicher und intensiver ist. Das ist mitunter auch ein Grund, weswegen immer wieder empfohlen wird, dass eine Kombination aus beiden Futterarten angestrebt werden sollte. Wichtig ist eben immer nur die Qualität. Wenn diese einwandfrei und hochwertig ist, kann der Tierbesitzer sich entweder für Trockenfutter oder Nassfutter entscheiden und muss nicht mit Mangelerscheinungen rechnen.