Futter für erwachsene Reptilien

Futter und Nahrung für erwachsene Reptilien: Lesen Sie Hinweise zur richtigen Zusammensetzung und der korrekten Mischung

Die Reptiliennahrung auf der Speisekarte der verschiedenen Reptilien ändert sich im Laufe des Lebenszyklus eines Tieres. Bei Tieren verhält es sich somit nicht anders als beim menschlichen Organismus. Während Jungtiere sich im Wachstum befinden und aufbauende Vitamine und Mineralien benötigen, verhält es sich beim erwachsenen Tier gänzlich anders. Die Wachstumsphase ist beim erwachsenen Tier bereits abgeschlossen und manche Vitamine und Mineralien werden in weniger großen Dosen benötigt, als dies beim Jungtier der Fall ist.

Ein weiterer Grund, warum sich die Nahrungsmittelaufnahme beim erwachsenen Reptil verändert, liegt in dem bereits ausgeprägten Immunsystem des Körpers. Ein junges Reptil verfügt noch nicht über ein ausgeprägtes und gut funktionierendes Immunsystem, wie es bei einem erwachsenen Reptil der Fall ist. Schon alleine daher kommt der Nahrung für ein junges Reptil eine andere Bedeutung zu als für ein ausgewachsenes Reptil.

Ein erwachsenes Reptil kann es sich also „leisten“, mit weniger Vitaminen und Mineralien sein Auslangen zu finden. Würde man die Reptiliennahrung, welche für ein ausgewachsenes Reptil gedacht ist, einem im Wachstum befindlichen Reptil zumuten, hätte dies für das Jungtier vermutlich gesundheitliche Schäden zur Folge. Umgekehrt stellt sich aber auch die Frage, was es für ein erwachsenes Reptil zur Folge hat, wenn es überwiegend mit Futter, welches für Jungtiere vorgesehen ist, gefüttert wird. Wie reagiert der Organismus eines erwachsenen Reptils, wenn das Futter weit mehr Vitamine und Mineralien enthält als er benötigt und verarbeiten kann? Mit Glück werden die überflüssigen Vitamine und Mineralien einfach vom Organismus des Reptils abgelehnt und ausgeschieden.

Doch welche Folgen hat es für das Tier, wenn die zusätzlichen Vitamine und Mineralien der Reptiliennahrung für Jungtiere in den Organismus gelangen? Der ansonsten gesunde Organismus des Reptils kann in seinem Funktionalität gestört werden. Ein ungewöhnliches Verhalten des Tieres kann als Folgeerscheinung auftreten. Das kann in einer Verweigerung der Nahrungsmittelaufnahme erkennbar werden oder das Tier verhält sich anders als gewöhnlich, da es sich „unwohl“ fühlt. Daher sollte man bei der Fütterung immer auf das passende Futter zurückgreifen. Die Logik, dass Reptiliennahrung, welche für ein junges Reptil gesund ist, zwangsläufig auch für ein erwachsenes Reptil gesund sein muss, ist nicht nachvollziehbar.

Doch nicht nur mit Trockenfutter sollte mein bei der Fütterung seines Reptils umsichtig vorgehen. Auch beim sogenannten „Lebendfutter“ sollte man auf die Bedürfnisse eines erwachsenen Reptils Rücksicht nehmen. Auch hier kann die falsche Nahrungsmittelzufuhr beim erwachsenen Reptil zu unerwünschten gesundheitlichen Problemen führen. Probleme, welche sich bei der genauen Auswahl der Reptiliennahrung auf einfache Weise ersparen lassen.