Pferdefutter selbst machen

Immer mehr Pferdehalter gehen dazu über Pferdefutter selbst zu machen. Nur so ist die Qualtität und der Inhalt sicher

Für das geliebte Pferd bereiten immer mehr Besitzer das Pferdeessen selbst vor. Auf diese Weise kann man sich der Inhaltsstoffe besonders sicher sein. Man weiß was das Pferd frisst und hat einen besseren Überblick. Fertige Mischungen sind aber auch häufig teurer. Wer eine günstige Quelle für Getreide hat, der wird auf jeden Fall den ein oder anderen Euro sparen, wenn er das Futter selbst zusammenstellt. Pferdehalter, die das Futter selbst zubereiten, müssen jedoch einige Dinge beachten. Sollten nämlich wichtige Zusätze vergessen werden, dann kann dem Tier erheblichen Schaden zugefügt werden. Es könnte krank werden und an Mangelerscheinungen leiden.

Sollte das Pferd bestimmte Bestandteile eines Futters nicht vertragen, dann bietet es sich häufig ebenfalls an, das Futter selbst herzustellen. Zu Beginn muss gleich gesagt werden, dass die Herstellung von Pferdefutter nicht ganz so einfach ist. Es ist viel Wissen und Erfahrung notwendig, um alle Bedürfnisse abzudecken. Gründliche und gute Informationsquellen sind daher nicht zu missachten.

Grundsubstanz jedes Pferdefutters sollte Getreide sein. Besonders Hafer eignet sich für fast jedes Pferd, da dieser besonders gut verdaut werden kann. Bei Pferden, die Probleme mit den Zähnen haben oder jünger als 3,5 Jahre sind, sollte der Hafer gequetscht sein. Somit kann er besser gekaut werden. Hafer gibt Energie, solange er nicht überdosiert wird. Die Dosierung muss ohnehin beachtet werden. Ein Pferd, das nicht mehr oft geritten wird, benötigt sehr wenig bis gar kein Hafer. Bei einer Überdosierung könnte es zu lebhaften und unliebsamen Überraschungen kommen.

Darüber hinaus ist das Mineralfutter ein wichtiger Bestandteil in jedem Pferdefutter. Mineralien sollten nachgeliefert werden, da die Wiesen und das Raufutter nicht genügende bereitstellen. Gerade im Winter müssen die Mineralien ein wenig erhöht werden. Leinsamen eignen sich beispielsweise besonders gut. Sie helfen vor allem beim Fellwechsel. Der Stoffwechsel wird angekurbelt und Fell, Schweif und Mähne werden in einem ganz neuen Glanz erstrahlen.

Die tägliche Menge und Zusammensetzung des Futters hängt von der Rasse und der Bewegung des Pferdes ab. Daher sollte man sich vorher über die Rasse des eigenen Pferdes informieren. Es könnte nämlich erhebliche Unterschiede bei der Fütterung geben. Ohne Hintergrundwissen sollte man definitiv kein Pferdefutter selbst mischen. Die Gefahr ist zu groß, dass dem Pferd dann wichtige Stoffe fehlen.

Neben dem Futter könnten auch Leckerlies selbst hergestellt werden. Dann kann man sicher gehen, dass nicht zu viel Zucker oder andere Schadstoffe enthalten sind. Das Herstellen von Leckerlies erweist sich als wesentlich einfacher, als die Futterzusammenstellung.

Auch Mash kann selbst hergestellt werden. Mash wird oft an Pferde verfüttert, die Probleme mit der Verdauung haben und besonders häufig Koliken bekommen. Mash besteht aus Weizenkleie, die aber auch mit Karottenraspeln, Traubenzucker, roter Beete oder Leinsamen ergänzt werden kann. Mashs müssen generell immer mit warmem Wasser angerührt werden und dann eine Weile quellen.