Futter für Pferde mit Kräutern ergänzen?

Kräuter für Pferde? Gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu, sollten aber mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung eines jeden Pferdes gehören gewisse Kräuter einfach dazu. Es gibt eine breite Auswahl an Kräutern, die vielseitig einsetzbar sind. Einige sind jedoch nur für bestimmte Zwecke sinnvoll. Die Menge an Kräutern muss je nach Pferd individuell angepasst werden. Ohne einen tierärztlichen Rat sollte keine Eingabe erfolgen, die über eine Woche andauert.

Welche Kräuter für welchen Zweck?

Eines der bekanntesten Kräuter ist das Birkenblatt. Dieses wird oftmals im Rahmen einer Entschlackungskur eingesetzt. Vor allem bei häufigen Harnwegsinfektionen könnte diese Kur sinnvoll sein. Fenchelfrüchte können bei häufigen oder akuten Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich helfen. Sie wirken entkrampfend und helfen dem Pferd bei Blähungen. Das Ingwerwurzelpulver kann eingesetzt werden, wenn das Pferd hustet, Verdauungsprobleme oder eine Erkältung hat. Ebenfalls haben sich Eukalyptusblätter als sehr heilend bewährt. Diese wirken besonders auf den Rachen- und Maulraum beruhigend. Sie können bei Entzündungen helfen, aber auch bei Atemwegserkrankungen und allgemeinen Erkältungen unterstützen.

Die Knoblauchflocken stärken die Abwehrkräfte des Pferdes und unterstützen den Heilungsprozess bei einer Erkältung. Darüber hinaus können die Flocken den Cholesterinspiegel senken, sodass sie auch häufig bei einer Futterumstellung zum Einsatz kommen. Der Schwarzkümmelsamen stärkt das Immunsystem, sodass das Pferd nicht mehr so anfällig für Infekte und Krankheiten ist. Bei Ekzemen wird dieser Samen ebenfalls gerne eingesetzt, da er eine unterstützende Wirkung zeigt. Allergische Reaktionen können abgeschwächt werden. Die Teufelskrallenwurzel unterstützt das Pferd generell bei Entzündungen. Auch bei Gelenkproblemen, Hufrehe und Schmerzen kann diese Wurzel besonders gut helfen. Daher ist sie in vielen Fällen eine unerlässliche Kräutersorte. Bronchialkräuter pflegen und unterstützten die so empfindlichen Bronchien des Pferdes. Dieses Kraut versorgt die Atemwege optimal mit den benötigten Nährstoffen.

Gibt es einen Gewohnheitseffekt?

Manche Kräuter dürfen aufgrund der bei Langzeitfütterung schwach giftigen Wirkung nicht länger als eine Woche verfüttert werden. In der Verbindung mit der Kräuterfütterung wird oftmals der Gewohnheitseffekt beschrieben. Bei Pferden kann dieser jedoch sicher ausgeschlossen werden. Der tierische Organismus gewöhnt sich nicht an die Wirkung eines bestimmten Krautes. Die Brennessel wirkt beispielsweise dauerhaft blutreinigend, nicht nur über weniger Wochen. Es gibt keine wissenschaftlich ernstzunehmende Begründung für den Gewohnheitseffekt bei Kräutern.

Auf die Gesundheit des Pferdes wirkt sich der Einsatz von Kräutern besonders positiv aus. Ein entscheidender Vorteil bei der Kräuterfütterung ist, dass diese natürliche Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe enthält. Diese Inhaltsstoffe haben zwar einen weitaus geringeren Gehalt, als bei synthetischen Futtermitteln, jedoch tragen diese zur optimalen Mineralstoffversorgung bei, da der Pferdeorganismus sie optimal verwerten kann.

Kräuter für Pferde - Fazit

Es gibt also eine große Bandbreite an Kräutern, die jedes Pferd optimal versorgen oder auch heilen können. Außer die bereits hier genannten, gibt es natürlich auch viele weitere Kräuter, die unterschiedliche Wirkungen mit sich bringen. Vor einer Kräuterkur unterhält sich jeder Pferdebesitzer bestenfalls mit dem Tierarzt seines Vertrauens, um die richtige Dosierung zu besprechen. Dann kann auch sichergestellt werden, dass es dem Pferd gut geht und es nach bestem Gewissen und Wissen versorgt wird. Nichtsdestotrotz muss das Pferd genau beobachtet werden. Gerade in den ersten paar Wochen der Kräuterkur sollte man auf Verhaltensänderungen achten, um herauszufinden wie sich das Kraut tatsächlich auswirkt.