Welche Futtermittel für Pferde gibt es?

... und worin unterscheiden diese sich? Lesen Sie einen Überblick vom Saftfutter bis zum Mischfutter

Es gibt natürlich verschiedene Arten von Pferdefutter. Hierbei wird das Saftfutter, das Raufutter, das Kraftfutter und das Mineral- bzw. Vitaminfutter unterschieden. Zu dem Saftfutter werden Obst, Gemüse und Gras gezählt, Raufutter kann Heu, Stroh oder Silage sein. Silage sollten eigentlich nur Pferde bekommen, die auf das staubige Heu allergisch reagieren. Der Nachteil an Silage ist, dass es schneller schimmelt. Daher muss dieses besonders gründlich auf Keimbefall überprüft werden. Eine Option für Allergiker ist oftmals auch nasses Heu, da dieses nicht so sehr staubt. Natürlich verträgt auch diese Variante nicht jedes Pferd. Zum Kraftfutter werden beispielsweise Müsli, Pellets und Getreidearten gezählt. Die einzelnen Futtermittel sollte man sich jedoch noch etwas genauer ansehen, um herauszufinden, was Pferde von welchem Futter benötigen, um lange gesund zu bleiben.

Saftfutter für Pferde

Dieses Futter muss einen hohen Wassergehalt vorweisen, sodass auch einfaches Gras hierzu gezählt wird. Für ein wenig Abwechslung sorgen Karotten, Äpfel und anderes Obst oder Gemüse. Es ist sehr wichtig, dass das Pferd im Frühling nicht gleich einen ganzen Tag auf die Koppel gestellt wird, da es ansonsten schnell zu einer Kolik kommen kann. Das junge Gras verfügt über wenige Ballaststoffe, jedoch viel Eiweiß. Pferde vertragen aber nicht so viel Eiweiß, vor allem wenn sie sich nach einem langen Winter erst wieder an frisches Gras gewöhnen müssen. Pferde zeigen im Frühjahr eine regelrechte Gier nach dem frischen Grünfutter, weswegen der Mensch sie zügeln muss. Man könnte des Öfteren Spaziergänge mit seinem Pferd tätigen, ehe es auf eine Koppel gelassen wird. Am Wegrand kann es dann immer ein paar Minuten grasen gelassen werden, wodurch es sich an das leckere Gras gewöhnen kann. Gleichzeitig wird es jedoch auch bewegt. Zurückzuführen ist dieses Verhalten auch auf das Urpferd. Im Frühjahr kamen die ersten neuen grünen Pflanzen nur langsam heraus, sodass die Gefahr einer zu großen Mengenaufnahme nicht bestand.

Raufutter für Pferde

Raufutter ist für absolut jedes Pferd wichtig. Hierzu zählen getrocknete Klee-, Wiesen- und Luzernepflanzen. Gutes Heu wird aromatisch und frisch duften. Schimmelpilze führen zu lebensgefährlichen Koliken, Durchfall und Husten. Vor der Fütterung muss der Heuballen daher immer kontrolliert werden. Einem durchschnittlichen Pferd reichen 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht als tägliche Ration aus. Natürlich muss die Futtermenge immer an die Belastung angepasst werden. Ein weiteres Raufutter ist Stroh. Normalerweise reicht eine Menge von 0,5 kg pro 100 kg Körpergewicht als tägliche Ration aus. Eine zu große Menge Stroh kann Verstopfungen im Dickdarm hervorrufen, woraus eine schmerzhafte Kolik entsteht.

Kraftfutter für Pferde

Ein durchschnittliches Pferd, mit 500-600 Kilogramm Körpergewicht sollte in der Regel etwa 5 Kilogramm Kraftfutter bekommen. Die Ration muss jedoch auch an die Belastung angepasst werden. Zu viel Kraftfutter und zu wenig Bewegung kann zu schlimmen Krankheiten, wie dem Kreuzverschlag führen. Der Hafer ist als Kraftfutter besonders gut geeignet. Dieser besitzt gute Eigenschaften, genau wie Mais und Gerste. Hafer bringt jedoch die meisten Vorteile mit sich. Er besitzt viele Ballast- und Schleimstoffe. Beide regen die Verdauung an, weswegen diese Stoffe besonders wichtig sind. Die ungesättigten Fettsäuren sind weitere wichtigen Bestandteile, da diese das Fell zum glänzen bringen. Roggen und Weizen sollten bei der Pferdefütterung vermieden werden. Hafer macht das Pferd oftmals temperamentvoller.

Weitere Futtermittel

Leinsamen, Kleien, Trockenschnitzel, Mineralsalze und Pflanzenöle wirken sich auf den Pferdekörper als Nahrungsergänzung besonders gut aus.

Mischfutter für Pferde

Beim Mischfutter werden die einzelnen Futtermittel gemixt. In der Regel werden auch Vitamine und Mineralien ergänzend hinzugefügt. Das Pferd wird gesund und fit gehalten. Es gibt nicht mehr nur spezielles Fohlen- oder Mutterfutter, sondern auch Seniorenfutter, welches bestimmte Mineralien enthält, die im Alter vermehrt benötigt werden. Auf diese speziellen Futtermittel sollte zurückgegriffen werden.