Futter für Nagersenioren

Das Fressverhalten muss im Alter der Nagetiere ausgiebig beobachtet werden.

Wenn Haustiere älter werden, verändern sich allmählich ihre Bedürfnisse, das gilt vor allem für das Futter. Der Tierhalter sollte bei seinen alten Nagetieren noch besser hinsehen, als bei jüngeren Tieren, regelmäßige Gewichtskontrolle erlaubt ein frühes Eingreifen im Krankheitsfall. Ein verantwortungsvoller Nagerbesitzer hat ein Leben lang kontrolliert, ob seine kleinen Lieblinge ausreichend fressen, im Alter wird diese Überwachung beim Nagerfutter noch wichtiger.

Da sich der Stoffwechsel bei allen Säugetieren im Alter verändert, sind auch unsere Nagetiere von einer verschlechterten Aufnahme an lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen betroffen. Mangelerscheinungen kann der Besitzer durch zusätzliche Gaben von klein gehackten Luzernepellets vorbeugen. Reicht auch diese Nahrungsergänzung auf Dauer nicht aus, kann eine gezielte Aufbaukost nötig werden. Diese kann beispielsweise aus Babybrei bestehen, Obst- und Gemüsesorten wie Apfel, Banane oder Karotte schmecken den Nagern und sind gesund. Unter den Brei können zerkleinerte Pellets gemixt werden, bei Bedarf wird das Gemisch noch zusätzlich mit Vitaminen angereichert. Eine solche Vitamingabe sollte jedoch vorher mit dem Tierarzt abgesprochen werden, denn extra zugeführte Vitamine sind nicht immer in jeder Menge zuträglich. Mit der Anweisung des Veterinärs ist der Tierhalter mit dem Nagerfutter für seine Senioren auf der sicheren Seite.

Es gibt auch alte Tiere, die ihr gewohntes Nagerfutter plötzlich nicht mehr so gut vertragen wie früher. Die Nagersenioren bekommen dadurch Probleme mit der Verdauung, dabei kann es sich sowohl um Durchfall als auch um Verstopfung handeln. Die Blase von Nagetieren kann im Alter zu Entzündungen oder Steinbildung neigen, dann muss insbesondere mit Petersilie und ähnlichen Kräutern aufgepasst werden. Eine Futterumstellung sollte der Nagerhalter besonders im Alter immer nur ganz allmählich durchführen.

Mangelnde Fressbereitschaft im Alter kann man dadurch entgegen wirken, dass dem üblichen Nagerfutter kleine appetitanregende Leckereien beigemengt werden, etwa Haferflocken oder geschälte Sonnenblumenkerne. Solche reichhaltigen Nahrungsbestandteile, die zudem schnell ein Sättigungsgefühl hervor rufen, dürfen aber nur sehr sparsam verwendet werden, ansonsten kann es passieren, dass der gut meinende Tierbesitzer mit seiner Strategie gegen Appetitlosigkeit genau das Gegenteil erreicht, als ursprünglich geplant war. Das Heu ist nach wie vor das wichtigste Grundnahrungsmittel, auch der Nagersenior muss ständig daran knabbern, damit Darm und Zähne gesund bleiben. Vergeht alten Nagetieren der Appetit auf Heu, kann der Besitzer mit Spezialmischungen nachhelfen. Kräutermischungen beispielsweise duften besonders intensiv und verführen fressfaule Nager zum schnüffeln und herum knabbern. Wenn der Geruchssinn nachlässt, kann eine kleine Menge an getrockneten Kräutern, die unter das normale Heu gemischt wird, das trockene Gräserfutter für den Senior wieder interessanter machen.