Frischfutter für Nager

Um Ihren Nager artgerecht zu füttern, benötigen Sie Frischfutter, Trockenfutter und Heu

Zu einer artgerechten Ernährung für Nagetiere gehört eine gute Mischung aus Anteilen von Frischfutter, Trockenfutter und Heu. Die gezüchteten Gemüse- und Getreidesorten von heute entsprechen allerdings nicht mehr ganz dem natürlichen Nagerfutter, das muss bei der Gabe unbedingt beachtet werden. Karotten, Rüben und andere vom Menschen angebaute Gemüsearten enthalten wesentlich mehr Stärke und Zucker als wilde Sorten von früher. Diesen erhöhten Nährstoffgehalt sollte man bei der Futtermenge in Betracht ziehen, die Nager dürfen nicht zu viel davon bekommen, da sonst mit Übergewicht zu rechnen ist, welches die Gesundheit der Tiere erheblich beeinträchtigen würde.

Das natürlichste Frischfutter für Nager sind wilde Kräuter, die der Besitzer im Sommer auf der Wiese selbst sammeln kann. Löwenzahn, Vogelmiere und Gräser sind beispielsweise gut geeignet. Je nach Tierart muss man sich aber vor der Wildkräuterernte gut informieren, was der Nager verträgt, oder was für das eigene Tier ungeeignet oder giftig ist. In jedem Fall sollte beim Nagerfutter immer darauf geachtet werden, dass frische Bestandteile der Ernährung nicht mit Insektenvertilgungsmitteln, Düngemitteln oder anderen chemischen Stoffen behandelt sind. Das könnte beim empfindlichen Verdauungsapparat der Nagetiere ernstliche Probleme hervor rufen. Wenn alle Besonderheiten der nagenden Haustiere beachtet werden, kann der Besitzer seinen Lieblingen mit frischer Bereicherung des Futters immer eine große Freude bereiten.

Da das Frischfutter hauptsächlich in der warmen Jahreszeit reichhaltig zur Verfügung steht, müssen sich die Tiere im Winter mit Alternativen zufrieden geben. Wenn es dann im Frühjahr wieder so weit ist, dass der Tierbesitzer das Nagerfutter mit frisch gesammelten Kräutern ergänzen kann, sollte er es dabei nicht zu gut mit seinen Lieblingen meinen. Wenn die kleinen Nager erstmals wieder frisches Grünfutter bekommen, stürzen sie sich meist sehr gierig auf die ungewohnten Leckerbissen. Das kann bei allzu großem Appetit schnell einmal zu Verdauungsproblemen führen. Blähungen oder Durchfall sind dann die unangenehmen Folgen für den kleinen Vielfrass. Dem kann der Tierhalter durch langsame Gewöhnung vorbeugen. Während dieser Phase sollte die Gabe nur allmählich gesteigert werden, damit sich der empfindliche Nagerdarm wieder langsam an frische Nahrung anpassen kann.

Nagerfutter sollte generell abwechslungsreich und vielseitig gestaltet werden. Die Verdauung der Nagetiere benötigt ständigen Nachschub, damit der Nahrungsbrei weiter befördert werden kann. Dabei muss insbesondere darauf geachtet werden, dass die Kalorienzufuhr durch das ständige Fressen nicht übertrieben wird. Das Grundnahrungsmittel Heu sollte den Nagern immer zur Verfügung stehen, mit reichhaltigerem Futter sollte der Besitzer dagegen eher sparsam umgehen. Neben Frischfutter muss Nagetieren unbedingt auch harte Nahrungsbestandteile zur Zahnpflege angeboten werden.