Besonderheiten beim Nagetierfutter

Gibt es Besonderheiten beim Nagetierfutter? Abhängig vom Nagetier gibt es gewisse Unterschiede in der Anforderung an das Nagerfutter

Nagetiere erfreuen sich als Haustiere immer größerer Beliebtheit, es gibt viele verschiedene Arten der niedlichen kleinen Tiere, die man sich daheim halten kann. Beim Nagerfutter gibt es von Art zu Art gewisse Unterschiede in den Anforderungen, diese Besonderheiten sollte der Besitzer unbedingt kennen und bei der Ernährung seiner Tiere beachten.

Beim Nagerfutter für Hamster muss man beispielsweise wissen, dass diese kleinen Tiere sich nicht ausschließlich vegetarisch ernähren möchten. Der Besitzer kann seinem Hamster eine Freude bereiten, wenn er ab und zu eine Heuschrecke, ein paar Mehlwürmer oder Fliegen unter das Futter mischt. Die Insekten können entweder selbst gefangen, oder auch im Zoofachhandel erworben werden. Dort kann sich der Laie beraten lassen, welche Futtertiere für den Hamster geeignet sind. Aufgrund seiner ausgeprägten Vorratshaltung muss ein Hamster immer besonders gut beobachtet werden. Eventuell angewelkte Futterreste, die der kleine Nager in seinem Häuschen hamstert, sollten regelmäßig entsorgt werden.

Auch beim Nagerfutter für Meerschweinchen gibt es einiges zu beachten. Das Heu ist sein Grundnahrungsmittel und sollte stets zur Verfügung stehen. Um Übergewicht zu vermeiden, muss der Besitzer darauf achten, die Futtermenge an die Aktivität des Tieres anzupassen. Das Frischfutter sollte beispielsweise aus Äpfeln, Karotten, Tomaten, Gurken oder auch Avocados bestehen, niemals jedoch dürfen Bohnen oder Kartoffeln an diese Tiere verfüttert werden, denn sie sind für Meerschweinchen giftig. Manche Tierhalter bieten ihren Meerschweinchen zusätzlich Salzlecksteine an. Diese Gabe ist umstritten, weil die Nager dadurch Blasensteine entwickeln können. Eine ausgewogene Ernährung gewährleistet eine ausreichende Salz- und Mineralstoffzufuhr auch ohne Leckstein.

Nagerfutter für Kaninchen entspricht im wesentlichen dem des Meerschweinchens. Allerdings gibt es einige Gemüse- und Pflanzenarten, die das Kaninchen nicht verträgt, oder die sogar giftig für diesen Nager sind. Dazu gehören beispielsweise Erdbeeren und exotische Früchte, Kohl und Hülsenfrüchte, grüner Salat und roter Klee. Giftig für das Kaninchen sind Avocado, Rhabarber, Zaunrübe und Zwiebeln. Wie bei allen Nagern ist es auch beim Kaninchen wichtig, das Fressverhalten der Tiere im Auge zu behalten. Sollte der Nager einen Tag lang gar keine Nahrung zu sich nehmen, ist umgehend ein Tierarzt zu konsultieren.

Das Nagerfutter für Chinchillas weist ebenfalls einige Besonderheiten auf. In erster Linie sollte der Besitzer beachten, dass Chinchillafutter unbedingt immer gut getrocknet gegeben werden muss, das gilt auch für frische Bestandteile der Ernährung, wie beispielsweise Äpfel oder Hagebutten. Auch Nüsse dürfen an diese Nager keinesfalls verfüttert werden. Die üblichen Nagerstangen aus dem Tierhandel sind für Chinchillas ebenso wenig geeignet. Besser sind getrocknete Zweige, Haferecken oder Rosenblüten.