BARF - Rohes Fleisch für Hunde

Füttern Sie Ihren Hund zuweilen mit rohem Fleisch. Er wird die Abwechslung lieben und Sie wissen auch welche Qualität Sie ihm geben.

Frisches Fleisch bringt Abwechslung und eine gesunde Vielfalt in den Futternapf eines jeden Hundes. Da man hierbei alles selbst zubereitet, weiß man auch ganz genau, was enthalten ist. Auf diese Weise kann man seinem Hund eine vollwertige Ernährung bieten, ohne Angst haben zu müssen, dass irgendwelche niederwertigen Stoffe enthalten sind. Es kommt jedoch auf das Alter, die Lebensweise und die Rasse an, wie ein Hund gefüttert werden muss.

Bei rohem Fleisch sollten einige Dinge beachtet werden. Ehe der Hund auf das rohe Futter umgestellt wird, muss man sich mit dem neuen Speiseplan ganz genau beschäftigen. Bestenfalls lässt man die zusammengestellte Ration von einem Experten überprüfen. Fütterungsfehler können auf diese Weise vermieden werden. Junge Hunde brauchen eine enorme Energieversorgung. Nährstoffmängel könnte viele Krankheiten mit sich bringen. Rohes Schweinefleisch darf nicht gefüttert werden. Zur Eingewöhnung sollte dem Hund zu Beginn im Wechsel Fertig- und Frischfutter serviert werden. Man sollte beides jedoch nicht vermischen, weil die unterschiedlichen Verdauungszeiten dem Magen große Probleme bereiten könnten. Sobald der Hund auf Rohfutter umgestellt ist, sind mehrere Mahlzeiten am Tag besonders sinnvoll. Knorpelige Fleischstücke, wie Puten- oder Hühnerhälse sind eine besonders gute Zahnbürste. Hieran muss man den Hund aber erst mit kleinen Futtermengen gewöhnen, da er ansonsten Bauchschmerzen bekommen könnte.

Die Inhaltsstoffe von rohem Fleisch

Neben Mineralien, Vitaminen, Wasser und Fetten beinhaltet rohes Fleisch Proteine, die besonders wichtig sind. Prinzipiell sind die gängigsten Fleischsorten außer Schweinefleisch besonders gut für den Hund. Fisch enthält essenzielle Fettsäuren, die der Hund benötigt. Geflügelfleisch bietet ebenfalls besonders viele essenzielle Fettsäuren.

Das für den Hund wertvolle Blut

Blut ist ein wertvolles Schlachtprodukt, welches einen hohen Eisen-, Vitamin- und Eiweißgehalt mit sich bringt. Die Abtropfflüssigkeit beim Auftrauen sollte also unbedingt mit verfüttert werden.

Innereien und Verwendung

Die Leber und die Niere sind sehr mager und eiweißhaltig. Die Leber beinhaltet darüber hinaus besonders viel Vitamin-A, weswegen sich hiervon nur ein kleiner Teil im Futter befinden sollte. Große Lebermengen wirken abführend. Mägen von Wiederkäuern, wie der Kuh oder dem Schaf sind aufgrund des vorverdauten Grases sehr vitaminreich, besonders schmackhaft und daher für die Fütterung zu empfehlen.

Schlachtabfälle, gut oder schlecht?

Ohren, Euter, Lungen und Flechse werden eigentlich immer als Schlachtabfälle bezeichnet. Diese sind nicht so leicht verdaulich. Die Milz hat einen sehr hohen Eisengehalt und der Euter enthält sehr viel Calcium. Vitamine oder Mineralien sind nicht enthalten, sodass die Fütterung eher unnötig wäre. Eine getrocknete Lunge kann als Leckerlie dienen. Eine frische Lunge könnte als nährstoffarmer Diätstoff eingesetzt werden.

Fisch kann ebenfalls einmal in der Woche auf dem Speiseplan stehen

Fisch enthält viele essenzielle Fettsäuren, Vitamine und Jod, jedoch auch viel Fett. Fisch sollte nicht allzu oft auf dem Speiseplan stehen. Einmal in der Woche würde vollkommen ausreichen. Im Fisch sind nämlich Thiaminasen enthalten, die bei dem Hund bei einer Dauerfütterung eine Blutarmut verursachen können.