BARF: Rohernährung als gesündere Alternative

b.a.r.f ist die Bezeichnung für eine artgerechte Rohernährung für Hunde und Katzen. BARFen Sie auch schon?

Immer mehr Hunde- und Katzenhalter entschließen sich dazu, ihr Tier mit frischen und rohen Zutaten zu verwöhnen. B.A.R.F. ist die Abkürzung für "Biologisch artgerechte Rohfütterung" und wird unter den Tierliebhabern immer bekannter. Aber was verbirgt sich eigentlich dahinter? Ist "Barfen" einfach oder muss man über ein gewisses Hintergrundwissen verfügen?

Die Idee der artgerechten hausgemachten Rohfütterung des liebsten Haustieres führt dazu, dass immer mehr Menschen auf das industriell hergestellte Fertigfutter verzichten. Bei der Futterzubereitung sollten die Hundebesitzer rohe und frische Zutaten verwenden, die mit lebenswichtigen Supplementen ergänzt werden. Nur so kann die Nahrung für den Hund oder die Katze vollständig und ausgewogen sein. Man versucht bei BARFen die Ernährung von wild lebenden Caniden, wie dem Wolf, bestmöglich zu imitieren.

Es ist besonders wichtig, dass die Inhaltsstoffe bezüglich ihrer Qualität behutsam ausgewählt werden. Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und weitere ungesunde Inhalte fallen vollständig weg, wenn das Futter selbst zubereitet wird. Das schlimmste an den ganzen Futterherstellern ist, dass diese unzählige Millionen Euro im Jahr verdienen, jedoch nur ein Bruchteil auf den artgerechten Nährstoff-Bedarf des jeweiligen Tieres achtet. Zutaten werden meistens nach dem kostengünstigsten Preis ausgewählt. Viele Fertigfuttermittel enthalten einen besonders hohen Getreideanteil, was für Menschen vielleicht gesund klingt, für den Hund aber eher nicht geeignet ist. Dieses Getreide lässt sich nämlich nicht gut verdauen.

Viele Gründe sprechen für das BARFen. Naturnah gefüttert wird die Gesundheit des Tieres ohne Frage gestärkt. Bereits durch die Kautätigkeit werden die Zähne vor Zahnstein geschützt und Ablagerungen am Zahnfleisch ebenfalls unterbunden. Somit tritt auch kein Mundgeruch auf. Das Immunsystem wird gestärkt und vielen Erkrankungen kann vorgebeugt werden. Bereits vorhandene Erkrankungen werden durch BARFen häufig besser. In manchen Fällen trat sogar eine vollständige Genesung ein. Es sollte vor allem betont werden, dass durch das eigene Kochen des Hundefutters Allergien vorgebeugt werden können. Viele industriell hergestellte Futtermittel enthalten Stoffe, die Allergien auslösen. Bei Verdauungsstörungen kann der Hund oder die Katze ebenfalls unterstützt werden. Erkrankungen im Darmbereich können abgeschwächt oder geheilt werden. Die tägliche Kotmenge, die abgesetzt wird, ist bei geBARFten Tieren geringer. Dies liegt vor allem an der besonders guten Verdaulichkeit des Futters. Die Verwertung der Stoffe kann also so gut erfolgen, dass das Häufchen kleiner ist. Bei minderwertigem Futter wird die Kotmenge besonders groß sein.

Vorurteile BARF

Immer wieder wird vorm BARFen gewarnt, da rohes Fleisch und Knochen als nicht gesund angesehen werden. Rohes Fleisch ist aber absolut nicht gefährlich, da Hunde und Katzen nun einmal Fleischfresser sind. Das Verdauungssystem ist quasi auf rohes Fleisch eingestellt. Fleisch löst bei Hunden und Katzen die Produktion von Magensäften aus, die stark genug sind, um Parasiten und Bakterien unschädlich zu machen. Daher stellt das rohe Fleisch keine Gefahr dar. Die Darmanlage bei Fleischfressern ist generell kürzer gehalten, als bei Pflanzen- oder Allesfressern. Wurmeier und Parasiten, welche in rohem Fleisch häufig mal enthalten sind, werden durch die Lagerung bzw. die Einfrierung des Futters zerstört. Es kann auch Fleisch verfüttert werden, das eigentlich für den Menschen gedacht war. Vorsichtig muss man nur bei Schweinefleisch sein, da dieses niemals roh verfüttert werden sollte. Dieses kann den Herpesvirus enthalten. Die Aujeszkysche Krankheit, die ausgelöst werden könnte, ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die immer tödlich verläuft.