Haltung, Rassen und Kauf vonJagdhunden – Fragen und Antworten

Kann den Jagdausübungsberechtigten die Verpflichtung zum Einsatz brauchbarer Jagdhunde auferlegt werden?

Ja, die meisten Landesjagdgesetze fordern, dass bei der Such-, Drück-, Riegel- und Treibjagd, sowie der Jagd auf Wasserwild und bei jeder Nachsuche, brauchbare Jagdhunde einzusetzen sind. In den meisten Bundesländern muss der Jagdausübungsberechtigte nicht unbedingt einen eigenen Hund nachweisen, es genügt, wenn brauchbare Jagdhunde anderer Jäger regelmäßig zur Verfügung stehen.

Welche Gründe bestimmen die Pflicht zur Haltung „brauchbarer“ Jagdhunde?

Jagdethische und wirtschaftliche Gründe: Unser Verständnis von der „Weidgerechtigkeit“ fordert, dass krank geschossenes oder angefahrenes Wild schnellstmöglich von seinen Leiden erlöst werden muss. Hierzu ist der brauchbare Jagdhund unabdingbare Grundvoraussetzung. Daneben bestimmen auch wirtschaftliche Gründe den Zwang zur Jagdhundhaltung. Der Wert des durch unsere Jagdhunde geretteten und dadurch einer sinnvollen Verwertung zugeführten Wildbrets ist beträchtlich.

Für welche Jagdhundrasse sollte sich der Jäger entscheiden?

Bevor sich der Jäger dazu entscheidet, einen Jagdhund anzuschaffen, muss er sich darüber im Klaren sein, dass sich vieles ändern wird, weil ein Lebewesen mit all seinen Ansprüchen in sein Leben tritt. Ein Hund muss gut untergebracht werden, und er nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, die man vorher anders verbringen konnte. Es wird schwieriger, seinen Urlaub zu planen, man muss sich vielleicht Gedanken über die Anschaffung eines neuen KFZ (Kombis) machen usw.

Viele Jagdhundrassen, die auf Keilerjagd gehen, brauchen einen richtigen Keilerschutz. Das kann nur mit einer hochwertigen Hundeschutzweste ermöglicht werden. Dank der neuen Browning Hundewesten haben die Hundebesitzer eine große Sicherheit, dass Ihr Jagdhund nicht nach der Jagd von den Wildschweinen verletzt oder noch schlimmer getötet werden könnte.

Wichtig ist auch das private „Umfeld“, in dem der Hund leben soll. Ist der Bau eines ausreichend großen Zwingers - auch unter Berücksichtigung der möglichen Lärmbelästigung der Nachbarn - möglich, oder soll der Hund im Haus gehalten werden? Kann man dem Hund, den für ein Lauftier unbedingt nötigen täglichen Auslauf zukommen lassen - eine, nicht nur für Jäger, die eine Etagenwohnung in einer Stadt bewohnen, sehr wichtige Frage. Wenn man einem Jagdhund aufgrund der eigenen Situation kein artgerechtes Umfeld und keine artgerechte Haltung bieten kann, dann sollte man auf den Erwerb besser völlig verzichten. Insbesondere trifft dies auf solche Jäger zu, die unter Zeitmangel leiden und/oder keine besondere Beziehung zu Hunden haben.

Ist die Entscheidung für den Hund gefallen, dann muss der Jäger zunächst einmal seine eigenen jagdlichen Möglichkeiten bzw. die Einsatzmöglichkeiten für einen Jagdhund in dem von ihm bejagten Revier analysieren. Wenn die möglichen Einsatzgebiete eines Jagdhundes klar definiert sind, steht auch bereits die „Gruppe“ fest, aus der die Rasse ausgesucht werden sollte.

Innerhalb der Gruppe kann dann der persönliche Geschmack des Jägers bzw. seine Vorliebe für eine bestimmte Haarform, Farbe oder Größe einfließen.

Für den Durchschnittsjäger (der sich zum Beispiel nicht auf Nachsuchen spezialisieren will) bieten sich in erster Linie die Rassen an, die vielseitig jagdlich einsetzbar sind (z. B. Vollgebrauchshunde oder Teckel).

Was sollte man beim Kauf eines Jagdhundes beachten?

Zunächst muss man sich darüber im Klaren sein, ob man einen fertig abgerichteten Hund oder einen Welpen erwerben will, den man dann selbst ausbildet.

Hat man als Jäger die notwendige Zeit und den Ehrgeiz, seinen Hund selbst auszubilden, dann sollte man einen Welpen erwerben. Herr und Hund wachsen allmählich zusammen, lernen gemeinsam und haben ihre gemeinsamen Erfolgserlebnisse. Wenn der Führer keine gravierenden Fehler macht und die Veranlagung des Hundes stimmt, dann entsteht ein gutes Gespann, das die vielfältigen Herausforderungen der Jagdpraxis zu meistern in der Lage ist. Die von vielen Kreisgruppen der Landesjagdverbände angebotenen Hundeführerlehrgänge kann man u.a. Erstlingsführern nur empfehlen.

Der Preis für einen Jagdhundwelpen aus guter Leistungszucht sollte über den jeweiligen Zuchtverein erfragt werden. Einige verantwortungsvolle Jagdhundzuchtvereine setzen einen Preis bzw. Preisrahmen für Welpen fest. Allgemein kann gesagt werden, dass Welpen seltener Rassen in der Regel teurer sind als Welpen häufiger geführter und gezüchteter Rassen. Wichtiger als der Preis eines Welpen ist für den Jäger die Gewissheit, dass der zu erwerbende Welpe nach Kriterien gezüchtet wurde, die den Erhalt und die Verbesserung der rassespezifischen Qualitäten dieser Rasse sicherstellen. Dies ist in jedem Fall bedeutender als Schönheitschampionate der Eltern des zu erwerbenden Welpen.

Über die zu erwartende Leistungsfähigkeit geben die Leistungszeichen der Ahnen des zu erwerbenden Welpen in der Ahnentafel Aufschluss. Im Zweifelsfall gibt auch der Zuchtverein Auskunft.

Beim Erwerb älterer, bereits (fertig) abgerichteter Hunde ist besonders auf die Gesundheit des Tieres, abgelegte Prüfungen und Formwertnoten auf Zuchtschauen zu achten. Will man mit dem Hund züchten, dann ist darauf zu achten, ob er vom Zuchtverein als zuchttauglich eingestuft worden ist.

Auch sollte man sich den Hund und im Revier vorführen lassen und dabei ganz besonders auf das Wesen des Hundes achten und darauf, ob er freudig arbeitet, gehorsam ist und ein offensichtlich gutes Verhältnis zu seinem Führer hat.

Fertig abgerichtete Hunde sind natürlich sehr viel teurer als Welpen, Einen preislichen Orientierungsrahmen bieten hier die Anzeigen in den Jagdzeitschriften.

Welche Fachausdrücke benutzt man, wenn vom Hund die Rede ist?

After:
Augen:
Beine:
Blut (wenn es den Körper verlassen hat):
Eckzähne:
Erhöhung des Rückens in der Schultergegend:
Erhöhung des Rückens über dem Becken:
Lange Haare an der Rute:
Haustierwerdung:
Haut:
Hoden:
Hundeartige:
Lippen:
Ohren:
Männliches Glied:
Maul:
Milchdrüsen:
Nase (Geruchssinn):
Schwanz:
Weibliche Geschlechtsteile:
Wissenschaft vom Hund:
Zähne:

Weidloch
Augen
Läufe
Schweiß
Fänge
Widerrist
Kruppe
Fahne
Domestikation
Decke
Geschröte, Kurzwildbret
Caniden
Lefzen
Behänge (beim Terrier: Ohren)
Feuchtrute
Fang
Gesäuge
Nase
Rute
Schnalle
Kynologie
Gebiss