Die Vorbereitungen zum ersten Turnier

Vor dem Turnier ist es hektisch. Treffen Sie geplante Vorbereitungen anhand unserer Checkliste

Wenn nun tatsächlich das erste richtige Turnier ansteht, gibt es einige Vorbereitungen zu treffen. Am besten und übersichtlichsten ist es, sich eine Checkliste zu machen mit allen To Do’s um nicht en Überblick zu verlieren.

1. Anmeldung, Nennung

Das Pferd muss als Turnierpferd eingetragen sein, wenn man bei einem Turnier startet, außerdem muss man sich und das Pferd natürlich auch anmelden. Die Turnierausschreibungen findet man normalerweise auf der Homepage des Reitstalles, bei dem sie ausgetragen werden, auf der offiziellen Seite des Landes-/ oder Bundesverbandes, manchmal auch direkt im Stall oder in Zeitschriften und Co. Dort finden sich auch alle Informationen wie und was zu nennen ist, was für eine Startgebühr zu entrichten ist und wann Nennschluss ist. Manchmal, so wie beim Turnier meiner Freundin, ist der Nennschluss auch erst am Abend vor dem Turnier, und man muss persönlich hinfahren und sich anmelden. Am Turniertag muss man natürlich zur Meldestelle vor Ort und sich erneut anmelden, beziehungsweise zeigen, dass man auch tatsächlich da ist, und sich seine Startnummer und –zeit abholen.

2. Hin- und Rückweg, Unterbringung, Zeitmanagement

Irgendwie muss man nun auch mit Pferd und Sack zum Turnierort gelangen, deshalb sollte man sich früh genug nach einem Hänger umschauen. Besitzt man selber einen, ist das natürlich von Vorteil, andernfalls kann man sich auch mit Stallkollegen zusammenreden und eventuell dasselbe Turnier nennen, um gemeinsam zu fahren. Oder man leiht sich einen Hänger, den man natürlich ebenfalls früh genug organisieren muss. Wenn das Turnier in der Nachbarschaft ist, kann man auch mit dem Pferd hinreiten – so spart man sich auch das von vielen Pferden verhasste Hängerfahren. Der nächste wichtige Punkt: Vor dem Turnier sollte man unbedingt noch einmal probieren, ob das Pferd auch wirklich in den Hänger geht oder ob noch ein bisschen Training fehlt, damit am Turniertag nichts schief geht. Die Fahrtzeit, eventuelle Staus oder Verspätungen sind natürlich auch nicht zu vergessen und ein ganz wichtiger Punkt: die Unterbringung des Pferdes. Die meisten Ställe bieten Gastboxen an, da manche Turniere auch über mehrere Tage gehen und das Hin- und Herfahren zu viel Zeit in Anspruch nehmen und nur unnötigen Stress für die Pferde bedeuten würden. Ob eine Box benötigt wird, ist mit dem Veranstalter zu klären. Einige Reiter, die oft turniermäßig unterwegs sind, haben auch spezielle Unterbringungszelte für die Pferde, zäunen kleine Wiesenstücke ein und schaffen den Vierbeinern so eine gemütliche Unterbringung. Dabei spielt Futter natürlich auch eine große Rolle: Wird das Pferd vom Stall mitgefüttert, bekommt man dort Heu oder muss man alles selbst mitnehmen?


3. Checkliste

Besonders ärgerlich ist es natürlich, wenn man genau am Turniertag die schönen Handschuhe vergisst oder die Leckerlis – daher empfehle ich, eine Checkliste zu machen. Schon eine Woche vor dem Turnier kann man in Ruhe alles durchgehen, aufschreiben und zusammensuchen, was man tatsächlich braucht, und muss nicht morgens um halb acht hektisch den Schrank nach der hübschen, weißen Satteldecke durchsuchen oder die frisch gewaschene Reithose im Eiltempo trocknen. Wichtiges, was man auf keinen Fall vergessen darf:

Für das Pferd: Sattel mit Sattelgurt und Trense (natürlich frisch geputzt und sauber), eventuell Gamaschen, Bandagen oder Hilfszügel (dies darf man allerdings in der Prüfung nicht verwenden, am Abreiteplatz kann man natürlich die Gamaschen benützen), eine weiße Satteldecke, Kopfnummern, Abschwitzdecke je nach Bedarf, Putzkoffer (mit Schwamm, Feuchttüchern und Ersatzmähnengummis), Heunetz (für den Hänger), einen oder zwei Eimer für Futter und Wasser, eventuell Transportgamaschen, Futter, Leckerlis, Pferdepass

Für den Reiter: Turnierbekleidung (weiße Reithose, weißes Hemd, dunkles Jackett), eventuell Haarnetz, Reithelm, Handschuhe, nach Bedarf Gerte oder Sporen, eine bequeme Hose zum Überziehen (wer schon einmal eine weiße Hose im Stall anhatte, wird wissen, warum), Jacke oder Weste zum Überziehen (derselbe Grund – Sabberflecken machen sich nicht gut), Reitlizenz, Verpflegung und Nervennahrung

4. Üben, Üben, Üben!

Gerade für die ersten Turniere, bei denen Pferd und Reiter vermutlich nervöser sein werden, ist es gut, die Prüfungsaufgabe oft durchzugehen, bis die einzelnen Lektionen von beiden gut beherrscht werden. Am besten natürlich, es findet sich jemand, der die Aufgabe ansagen kann, und anschließend auch Feedback gibt, was denn nun gut und was weniger gut geklappt hat. Es lohnt sich außerdem, die Aufgaben mehr oder weniger auswendig zu können, denn in der Hektik des Turniers überhört man schnell einmal die Ansage.