Nach dem Winter gebt es bei den Pferden viel zu tun

Der Frühling naht und damit ist es an der Zeit das Pferd einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen

Der Frühling steht vor der Tür und in den Tagträumen sieht man sich schon auf ausgedehnten Ausritten, beim Plantschen mit dem Pferd, neben dem grasenden Pferd auf der Koppel und vieles mehr. Aber bevor der Winter völlig in Vergessenheit gerät, gibt es einiges zu tun, die Koppeln müssen überprüft, die Pferde langsam an die neue Weidesaison gewöhnt werden, Impfungen und Wurmkur stehen an und natürlich der Fellwechsel. Was gibt es also zu beachten, um gut in die warmen Jahreszeiten zu starten?

1.Fellwechsel

Wenn man selbst nach dem Putzen mehr Haare auf den Kleidern hat als das Pferd ist das ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass der Frühling naht. Durch den Fellwechsel, der im Herbst und im Frühling stattfindet, wird der Organismus der Pferde stark beeinträchtigt. Ich lese oft von Zusatzfutter, Mineralstoffen und sogar speziellen Kuren, Bürsten und Co. für diese Zeit. Allerdings wird der Organismus der Pferde durch das Eingreifen von uns Menschen nur noch stärker belastet, weshalb ich der Meinung bin, dass die Pferde den Fellwechsel selbst managen sollen.

Dieser gehört schließlich zu den natürlichen Anpassungen des Pferdes an Wetter und Witterung, weshalb sie für gewöhnlich auch keine Probleme damit haben. Wichtig ist nur regelmäßiges Putzen, was übrigens auch die Durchblutung fördert und die Haut stimuliert, wodurch das Haarwachstum und der ganze Fellwechsel positiv beeinflusst werden. Natürlich sieht die Sache bei kranken und schwachen Pferden anders aus, doch bevor man Unmengen an Vitaminen und Mineralstoffen in das Pferd stopft, sollte man lieber einen Tierarzt zurate führen, der sicher auch Futterzusätze empfehlen kann, die keinen Überschuss an den wichtigen Stoffen beinhalten.



2. Wurmkur

Der späte Winter und der frühe Frühling sind außerdem die perfekte Zeit, um die Vierbeiner zu entwurmen. Sobald nämlich die Weidesaison beginnt, ist dies eher lästig, da nach der Wurmkur die Hygiene eine große Rolle spielt und die Pferde daher in der Box oder am Paddock bleiben müssen, um die Würmer nicht im gesamten Stall oder der Weide zu verteilen.

3. Impfungen

Die Turniersaison beginnt im Frühling, und die Turnierbestimmungen sehen eine aktuelle Influenzaimpfung vor. Es gibt für Pferde natürlich auch andere Impfungen, zum Beispiel die Tetanus- oder Herpesimpfungen, doch wie bei uns Menschen heißt es auch hier, Vor- und Nachteile abwägen und schließlich entscheiden, welche Impfungen notwendig sind, oder welche nur dann erfolgen, wenn sie unumgänglich sind. Ich bin außerdem kein Fan von Kombinationsimpfungen, da man immer wieder davon hört, dass die Wirkstoffe ungenügend sind oder die Pferde schlecht darauf reagieren.

4. Hufe und Zähne

Oftmals wird der Frühling auch dazu genutzt, die Hufe und Zähne der geliebten Vierbeiner auf Vordermann zu bringen. Zwar sollte der Hufschmied grundsätzlich alle zwei Monate kommen, doch aus Erfahrung weiß ich, dass viele Pferdebesitzer die Hufpflege im Winter vernachlässigen und somit im Frühling ein Termin beim Hufschmied dringend notwendig ist.