1. Home > 
  2. Blog > 
  3. Sport mit dem Hund

Sport mit dem Hund

Training für Mensch und Tier

Fit bleiben ist wichtig und Sport bekommt einen immer höheren Stellenwert, vor allem im Alter. Im Team macht Sport besonders Spaß, das gilt für Zweibeiner und Vierbeiner gleichermaßen. Welche Sportarten kann ich mit meinem Hund machen? Welche Hundesportarten sind für meinen Hund geeignet? In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mit Ihrem Vierbeiner zu einem sportlichen Team zusammenwachsen können. Bei den vorgestellten Trainingsmöglichkeiten für das Duo Hund und Mensch finden Sie sicher etwas Passendes. Vielleicht lernen Sie auch eine Hundesportart kennen, von der Sie noch nie gehört haben.

 

Welche Sportarten kann ich mit meinem Hund machen?

Darf's ein bisschen mehr sein als das tägliche Gassi gehen? Es gibt viele Sportarten (https://www.nippers.de/), bei denen Ihr Hund ein perfekter Trainingspartner ist.

Für das Joggen mit Hund eignen sich lauffreudige Hunderassen wie beispielsweise Border Collie, Husky und Australian Shepherd. Diese Hunde lieben viel Bewegung und können es kaum erwarten, draußen herumzujagen oder mit Ihnen zu Joggen. Kleine Hunde wie die Französische Bulldogge, Möpse und Dackel sind dagegen ungeeignete Laufpartner. Rassen mit hohem Körpergewicht wie Neufundländer oder Bernhardiner sind ebenfalls nicht geeignet

Beim Dog Frisbee spielt das Frauchen oder Herrchen Frisbee mit dem Hund. Der Mensch wirft die Frisbee-Scheibe und der Hund fängt sie gekonnt aus der Luft auf und bringt sie wieder zurück. Mit Dog Frisbee trainieren Sie Schnelligkeit, Reaktionsvermögen und Ausdauer. Auch kleine Hunden sind begeistert vom Frisbee-Fangen.

Schwimmen gehen mit dem Hund? Auch für Hunde ist Schwimmen gesund. Den meisten Hunden macht es riesigen Spaß zusammen mit Frauchen oder Herrchen im Wasser zu sein. Vom Schwimmen profitieren vor allem Hunde mit Erkrankungen am Bewegungsapparat, wie beispielsweise Arthrose. Beim Schwimmer werden Muskelkraft, Gelenkbeweglichkeit und Koordination trainiert.

Welche Hundesportarten gibt es?

Agility

Bei Agility muss der Hund nach bestimmten Regeln einen Parcours mit mehreren Hindernissen und Geschicklichkeitsübungen meistern. Dabei geht es durch Tunnel, über Hürden, um Slalom-Stangen herum und steile Wände hinauf. Durch das Training werden Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Koordinationsfähigkeit trainiert. Frauchen oder Herrchen laufen bei diesem Training neben ihrem Vierbeiner her und feuern ihn mit Gestik und Stimme an. Damit der Hund die Anforderungen versteht, ist eine gute Kommunikation zwischen Hund und Mensch gefragt. Agility ist ein Sport für körperlich fitte Hunde aller Größen. Achtung: Hunde mit Gelenkproblemen, junge Hunde und altere Hunde sollten den Parcours nur mit Anleitung testen. Für Hunde mit körperlichen Einschränkungen gibt es das Degiltiy-Training, eine entschleunigte Variante von Agility.

Obedience

Bei Obedience (Gehorsam) steht die Kommunikation zwischen Mensch und Hund im Mittelpunkt. Der Hund muss verschiedene Kommandos beherrschen, Gegenstände apportieren sowie auf Distanz gehorchen. Obedience ist für alle Hunde geeignet, besonders für diejenigen mit "will to please". Mit Rally Obedience bezeichnet man eine Art Mischung aus Agility und Obedience.

Treibball

Beim Treibball muss Ihr Hund mehrere Gymnastikbälle ("Schafe" genannt) innerhalb einer Viertelstunde in ein Tor befördern. Sie geben ihm dabei per Zuruf und Kommando Anweisungen und Hilfeleistung. Treibball ist für alle fitten Hunde geeignet und orientiert sich an den Aufgaben von Hütehunden.

Mantrailing

Beim Mantrailing, das heute von vielen Hundeschulen angeboten wird, muss der Hund einen Menschen anhand seines Geruchs über eine größere Entfernung suchen. Dazu schnuppert der Hund an einem getragenen Kleidungsstück oder Ähnlichem und nimmt dann die Spur auf. Bei dieser "Nasenarbeit" sind Jagdhunde ganz in ihrem Element. Hunde können einer Duftspur über viele Kilometer folgen. Seinen Ursprung hat Mantailing in der Ausbildung für Rettungshunde. Beim Mantrailing sollten Sie immer an frisches Wasser denken, da die Nasenschleimhäute beim Schnüffeln schnell austrocknen. Das Training sollte nicht länger als zehn Minuten dauern.

Zughundesport

Das Grundprinzip beim Zughundesport ist der vorausrennende Hund, der etwas oder jemanden zieht. Für den Zughundsport eignen sich nicht nur nordische Rassen wie der Husky, jeder größere, gesunde Hund.

  • Canicross: Der Hund zieht den Menschen beim Joggen.
  • Bikejöring : Der Hund zieht den Menschen mit dem Fahrrad.
  • Dogscootering: Der Hund läuft vor dem Roller.
  • Dogtrekking/Doghiking: Der Hund zieht den Menschen bei langen Wanderungen.
  • Skijöring: Der Hund zieht den Menschen auf Langlauf-Skiern.
  • Schlittenhundesport: Der Hund zieht einen Schlitten, entweder alleine oder mit mehreren Hunden im Gespann.

Canicross

Beim Canicross ist der Mensch mit einer am Bauchgurt befestigen Leine mit dem Hund verbunden und lässt sich beim Joggen von ihm ziehen, im ebenen Gelände und bergauf. Einen Tick langsamer funktioniert diese Technik auch und nennt sich dann Caniwandern. Geeignet ist diese Sportart für laufstark größere Hunde. Frauchen und Herrchen sollten ebenfalls sportlich ambitioniert sein.

Longieren mit Hund

Beim Longieren mit Hund laufen die Hunde wie im Pferdesport im Kreis herum und müssen verschiedene Aufgaben ausführen oder Kommandos befolgen. Dabei können sie angeleint sein oder frei laufen. Im Mittelpunkt steht das Training von Gehorsam und Kommunikation. Das Longieren eignet sich für Hunde aller Größen, da die Intensität variabel angepasst werden kann. Um den Schwierigkeitsgrad zu steigern, können Sie zusätzlich Hürden verwenden.

Begleithundesport

Beim Begleithundesport, der nicht nur für Therapie- und Gebrauchshunde sinnvoll ist, lernt Ihr Hund Gehorsam. Er muss sich auf Kommando hinlegen oder hinsetzen und Ihnen beim Laufen mit und ohne Hundeleine gehorchen. Durch andere Hunde und fremde Menschen darf er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das Tier lernt im Begleithundesport auch, ruhig an einer Stelle zu verweilen, bis Sie es wieder abholen. Viele Hunde reagieren bereits panisch, wenn sie nur kurz alleine gelassen werden. Weitere Übungseinheiten widmen sich dem Verhalten im Straßenverkehr. Bei allen Trainings sind Ihre Führungsqualitäten entscheidend. Sie müssen dem Tier jederzeit ein Gefühl von Sicherheit geben. Am besten motivieren Sie Ihr Tier durch Loben und Belohnen. Absolut fehl am Platz sind Anschreien, ein rauer Befehlston, Zwang oder Schläge.

Tierärztlicher Gesundheits-Check

Bevor es losgeht mit dem Hundesport sollten Sie bei körperlich anspruchsvolleren Hundesportarten den Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners von einem Tierarztchecken lassen. Nur körperlich ausgewachsene, gesunden Hunden dürfen sportlich geführt werden. Keine Hunde sind manchmal schon dem 14. Lebensmonat ausgewachsen, bei größeren Hunden dauert es bis zu zwei Jahre. Führen Sie Ihren Hund zu Beginn spielerisch an den Sport heran. Vermeiden Sie Überlastungen! Sobald Ihr Hund Auffälligkeiten in den Bewegungsabläufen zeigt, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Beachten Sie besonders, ob sich Ihr Hand schnell absetzt nach dem Stehenbleiben oder er ein Hinterbein aufzieht beim Tempowechsel. Auch ein starkes Schwanken mit der Hüfte könnte auf eine Überlastung hindeuten. Bei älteren Hund können Sie den Fitnesszustand zusätzlich von einem Hundephysiotherapeuten beurteilen lassen. Ein Gesundheits-Check ist vor allem bei folgenden Sportarten angesagt: Agility, Zughundesport, Canicross, Obedience und Rally Obedience.

Fazit

Wenn Mensch und Hund ein Team bilden, macht Sport im Freien besonders viel Freude. Dabei werden Körper und Kopf gemeinsam trainiert. Bei der Vielfalt an Möglichkeiten für Sport mit dem Hund gibt es für jeden Hund ein Passendes Training, das an die Fitness und Bedürfnisse des Tieres angepasst ist. Das gemeinsame Training stärkt die Fitness und die Bindung zwischen Mensch und Tier.