Reiten ohne Sattel empfehlenswert?

Du möchtest das Reiten ohne Sattel probieren. Gut, aber in Maßen. Lese meine Erfahrungen dazu.

Wer kennt sie nicht, Mika und Ostwind? Auch Indianer, Showreiter und nicht zu vergessen die wunderschönen Bilder auf Kalendern und im Internet – sie alle reiten ohne Sattel auf ihren Pferden. Ein Traum, der so viele Reiterherzen höher schlagen lässt. Der Sattel als SchutzGrundsätzlich dient der Sattel als Schutz, sowohl für Pferd als auch für Reiter. Der Reiter sitzt bequemer, hat einen besseren Halt und kann sich zur Not auch mal am Sattel festhalten. Andererseits geht durch den Sattel auch der direkte Kontakt zum Pferderücken verloren, das Gespür für die Bewegungen und die Einwirkung auf den Vierbeiner erfolgt nicht ganz so harmonisch, da der Sattel die Signalübertragung etwas hemmt. Für das Pferd bedeutet der Sattel eine bessere Verteilung des Reitergewichts und Schonung des Rückens. Ohne Sattel sind es die beiden Sitzbeinhöcker, auf denen sich das Reitergewicht hauptsächlich verteilt und diese punktuelle Belastung ist für das Pferd nicht unbedingt das Beste.Reiten ohne SattelGrundsätzlich wird jeder Reitlehrer, der etwas taugt, das Reiten ohne Sattel erst erlauben, wenn der Sitz des Reiters schon recht gut ist und er das Pferd in allen drei Gangarten sicher führen kann. Ist der Sitz des Reiters nämlich zu unruhig und nicht ordentlich ausbalanciert, stört jeder Stoß des Reiters das Pferd in seiner Bewegung. Man nehme zum Beispiel den Trab: Ohne Sattel ist es fast unmöglich, leichtzutraben, weshalb natürlich das Aussitzen vorgezogen wird. Wenn es nun den Reiter bei jedem Tritt auf und abschüttelt, bekommt das Pferd immer wieder Stöße in den Rücken, die nicht durch den Sattel gedämpft werden. Auf Dauer ist dies äußerst ungesund für das Pferd und kann Rückenprobleme hervorrufen!weiterlesen...

Trainieren im Gelände, gute Übungen für Pferd und Reiter

Gerade im Gelände beim Bergauf- und Bergabreiten werden Körperteile des Pferds trainiert, die sonst vernachlässigt werden.

In der näheren Umgebung meines Stalles findet sich kein Weg, der länger als 100 Meter geradeaus führt. Stattdessen führen schmale Pfade im Wanderwegstil bergauf und bergab durch die Wälder, oder breite Feldwege über Hügel und Wiesen – ab und an gilt es auch einmal eine Straße zu benutzen oder zu queren.Ein einstündiger Ausritt mit zwei Galoppstrecken und ein oder zwei Trabpassagen ist für mein Pferd ungefähr genauso anstrengend wie eine Trainingseinheit auf dem Platz oder der Halle. Außerdem wage ich zu behaupten, dass Gleichgewicht und Konzentration bei einem unserer Ausritte mehr geschult werden. Die Gründe dafür: Das ständige Bergauf- und Berabgehen, die vielen Wurzeln und Steine auf den Wegen und die wechselnde Landschaft.Bergauf für die KoordinationBergaufgehen schult die Koordination, außerdem wird die Muskulatur gekräftigt, besonders für die Hinterhand ist das Bergaufgehen anstrengend, da sie kräftig mitschieben muss, um die mehreren 100 Kg bergauf zu befördern. Daneben senken Pferde bergauf den Kopf und wölben meist von alleine Hals und Rücken, um die Hinterhand zu entlasten und begeben sich so selbstständig in eine wünschenswerte Dehnungshaltung.weiterlesen...

Profil und Augen des Pferds als Charaktermerkmal

Lesen Sie im zweiten Teil unseres Artikels wie Sie anhand der Augen und des Profils Rückschlüsse auf das Pferd ziehen.

Zu Persönlichkeitsanalyse ist die Profillinie des Pferdes sehr wichtig. Pferde mit geradem Profil sind unkompliziert und lernen schnell. Besitzt das Pferd eine sogenannte „Elchnase“, das heißt, die Nasenpartie wird durch einen Knick eingeleitet, verfügt es über einen dominanten und starken Charakter. Solche Pferde haben in der Rangordnung häufig Führungspositionen inne.Eine Elchnase kombiniert mit einem Hechtkopf deutet auf übermäßige Intelligenz und eine großes Selbstvertrauen hin, besitzt das Pferd dann noch eine gewölbte Stirn, ist es eine sehr komplizierte Persönlichkeit. Ein Hechtkopf ohne Elchnase ist sehr sensibel.Eine Ramsnase (ähnlich wie eine Elchnase hat auch sie ein gerundetes Nasenbein, allerdings ohne Knick) ist widerstandsfähig, mutig und zäh. Geht die Rundung von den Ohren bis zu den Nüstern, spricht man von einem Ramskopf. Solche Pferde werden bei ungerechter Behandlung widerspenstig.weiterlesen...

Wie unterscheidet sich der Charakter von Pferden

Pferde haben wie Menschen einen Charakter. Diesen kann man anhand des Aussehens bestimmen

Linda Tellington-Jones beschäftigte sich viel mit der Persönlichkeit der Pferde und stellte anhand langjähriger Beobachtungen und Versuche viele Merkmale zu Persönlichkeitsanalyse des Pferdes fest. Ich habe mich mit ihren Erkenntnissen und Erfahrungen auseinandergesetzt und selber versucht, diese Merkmale an Pferden zu erkennen. Für Anfänger ist es oft schwierig, doch mit einiger Hilfe auf verschiedenen Plattformen und Gruppen im Internet lernt man schnell dazu und bekommt von erfahreneren Mitgliedern Hilfestellungen. Mein Fazit: Ich bin ehrlich überrascht, wie viel man aus dem Profil eines Pferdes, seinen Ohren und Nüstern herauslesen kann. Außerdem hilft es, verschiedene Stimmungen des Pferdes zu erkennen, Überforderung schnell zu bemerken und besser mit dem Pferd zu kommunizieren.weiterlesen...

Longieren als Reitersatz oder fürs Training

Ist das Longieren nur Reitersatz, weil der Reiter zu müde ist, oder kann es auch gezielt fürs Training eingesetzt werden?

Viele Reiter sehen das Longieren als einfache Alternative zum Reiten, wenn man selbst zu müde ist oder auch keine Lust hat, ordentlich mit dem Pferd zu arbeiten. Dabei kann Longieren so viel mehr sein. Man kann das Pferd richtig fordern, Kondition und Muskeln aufbauen und viel Gymnastizieren.Die Ausrüstung für das LongierenWichtig ist natürlich eine Longe, die man nach Gebrauch immer ordentlich verstauen sollte. Nichts ist ärgerlicher als eine Longe voller Knoten, die zu entwirren eine gute Viertelstunde Zeit in Anspruch nimmt. Außerdem benötigt man eine Longierpeitsche – zur Unterstützung der Kommandos. Empfehlenswert sind für den Reiter außerdem Handschuhe, denn jedes Pferd kann einmal in Panik geraten oder buckeln und jeder, der schon einmal Verbrennungen aufgrund der Longe hatte, wird wissen, was ich meine. Zu empfehlen ist außerdem festes Schuhwerk.weiterlesen...