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Longieren als Reitersatz oder fürs Training

Ist das Longieren nur Reitersatz, weil der Reiter zu müde ist, oder kann es auch gezielt fürs Training eingesetzt werden?

Viele Reiter sehen das Longieren als einfache Alternative zum Reiten, wenn man selbst zu müde ist oder auch keine Lust hat, ordentlich mit dem Pferd zu arbeiten. Dabei kann Longieren so viel mehr sein. Man kann das Pferd richtig fordern, Kondition und Muskeln aufbauen und viel Gymnastizieren. Die Ausrüstung für das Longieren Wichtig ist natürlich eine Longe, die man nach Gebrauch immer ordentlich verstauen sollte. Nichts ist ärgerlicher als eine Longe voller Knoten, die zu entwirren eine gute Viertelstunde Zeit in Anspruch nimmt. Außerdem benötigt man eine Longierpeitsche – zur Unterstützung der Kommandos. Empfehlenswert sind für den Reiter außerdem Handschuhe, denn jedes Pferd kann einmal in Panik geraten oder buckeln und jeder, der schon einmal Verbrennungen aufgrund der Longe hatte, wird wissen, was ich meine. Zu empfehlen ist außerdem festes Schuhwerk.weiterlesen...

Schlachtfohlen retten, eine sinnvolle Alternative?

Viele hören von den sogenannten Schlachtfohlen und wollen eines retten. Was steckt dahinter wie können Sie vorgehen und ist eine Rettung sinnvoll?

Jährlich landen viele tausend Fohlen beim Schlachter. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Weideunfälle, unerwünschte Trächtigkeit, nicht erreichte Zuchtziele oder das falsche Geschlecht – und oft kommt es sogar vor, dass Fohlen extra für ausländische Schlachter gezüchtet werden! Gerade Rassen wie der Noriker und der Haflinger sind davon betroffen. Die oft sogar gemischten Herden leben von Frühling bis Herbst auf der Alm, fressen Gras und trinken Wasser, genießen ihr Leben und benötigen kaum Pflege oder Aufsicht. Im Winter stehen sie in baufälligen Ställen und fressen Heu. Die Versorgungskosten sind kaum nennenswert. Im Frühling fohlen die Stuten und die kleinen Fohlen wirken zusätzlich als Touristenattraktion und Touristenmagnet. Erst im Herbst, nach dem Almabtrieb, wird aussortiert: Für die jungen Hengste ist das Leben damit zu Ende, die Stuten laufen weiter mit der Herde mit und bekommen später eigene Fohlen. Auch in vielen Zuchtbetrieben funktioniert das so: Der Markt für Hengstfohlen ist völlig übersättigt, es gibt viel zu viele und fast niemand interessiert sich für Hengstfohlen ohne nennenswerte Zuchtabstammung.weiterlesen...

Ein Pferd im Haus - Der Traum jedes Pferdeliebhabers

Das Pferd im eigenen Haus zu haben ist der Wunschtraum vieler, aber es kann schnell zum Alptraum werden

Es hört sich nach einem wunderschönen Wendy-Traum an: Das Pferd nur wenige Meter entfernt vom Wohnzimmer, jederzeit die Möglichkeit haben, es zu besuchen und nicht einmal Schuhe dazu anziehen zu müssen. Der Traum Ganz klar für den Stall am Haus spricht die Nähe zum Pferd. Keine lästigen Autofahrten mehr, keine Stunden, die man im Stau verbringt. Außerdem kann man das Pferd genau nach seinen eigenen Vorstellungen versorgen, dem Pferd eine optimale Haltung bieten und auf alle Vorlieben Rücksicht nehmen. Daneben spart man die monatlichen Kosten für die Box oder den Stall im Reitbetrieb, denn bei der Haltung am eigenen Grundstück entfällt die Boxenmiete mit Reinigung, Futter und Reitanlagennutzung, sodass nur die anfallenden Kosten für Futter oder etwaige Reparaturen zu bezahlen sind.weiterlesen...

Darf man mit Skoliose Reiten? Ist Reiten gesund oder schädlich?

Diagnose Skoliose! Jetzt ist es aus mit Reiten. Das muss aber nicht zwingend der Fall sein.

Reiten mit Skoliose – Reiten trotz Skoliose – Reiten wegen Skoliose. Es gibt verschiedene Auffassungen darüber und jeder Arzt, Reitlehrer und Betroffene wird eine eigene Meinung dazu haben. Viele sagen, dass das Reiten eine hervorragende Therapie für diese Krankheit ist, andere behaupten das Gegenteil. Was ist Skoliose? Was ist Skoliose überhaupt? Skoliose ist eine Fehlstellung der Wirbelsäule, auch bekannt als Wirbelsäulenverkrümmung. Dabei sind einzelne Wirbel der Wirbelsäule um die Längsachse verdreht und beschreibt meistens zwei Bögen in S-Form. Das sorgt für Haltungsschwierigkeit und eine Veränderung des Schwerpunkts, ungleiche Gewichtsverteilung und viele andere Folgen. Natürlich gibt es Skoliose in mehr oder weniger stark ausgeprägter Form, bei einigen ist sie kaum sichtbar und die Betroffenen wissen oft selber nicht, dass ihre Wirbelsäule verkrümmt ist, anderen sieht man es auf einen Blick an und sie benötigen Korsette oder andere Hilfen, um die Haltung und Muskulatur zu verstärken.weiterlesen...

Wieviel Zubehör braucht das Pferd?

Satteldecke, Halfter, Bandagen...Wieviel Zubehör ist notwendig, was ist überflüssig?

Eine Frage, die mich persönlich immer dann beschäftigt, wenn ich in die überfüllte Sattelkammer des Reitstalles komme. Unmengen an Sättel, Decken, Putzzeug, Bandagen und Halfter befinden sich dort und das für nur wenige Pferde. Shoppen für den geliebten Vierbeiner scheint ein eigener Sport geworden zu sein, ob im nächsten Reitsportladen oder auf verschiedenen Messen und Veranstaltungen. Eine Bekannte zeigte mir vor einigen Wochen einmal stolz die Schränke ihres Pferdes. Ja, es waren tatsächlich mehrere, zwei Schränke sowie zwei Sattelhalter und eine Kommode. Ist es wirklich notwendig, so viel Zubehör zu haben, frage ich mich. Viele Bandagen und Halfter, die sich in ihrem Schrank befanden, waren noch unbenutzt und teilweise hing sogar noch das Preisschild daran. Was bringt das ganze schöne Zeug, wenn man es nicht benutzt? Dabei waren es richtig schöne Sachen, meist vollständige Sets mit Satteldecke, Halfter, Bandagen/ Gamaschen und Fliegenhäubchen.weiterlesen...

Fehlende Fairness und Neid im Reitsport

Leider gibt es im Reitsport teilweise auch mangelnde Fairness. Wie Sie damit umgehen können.

Der Reitsport ist gefährlich, faszinierend, leidenschaftlich, aber ganz sicher nicht fair. Zwar bemüht man sich oft, so fair wie möglich zu sein, doch gerade im Turniersport kommt Fairness oft zu kurz, sei es wegen dem Ehrgeiz mancher Reiter, unverständlichen Benotungen von Richtern oder Missgunst zwischen Turnierreitern – es gibt noch viel mehr, was „Fairness“ in den Hintergrund rücken lässt. Ein wichtiger Grund für mich, nie wirklich aktiv in den Turniersport einsteigen zu wollen. Will ich mir und meinem Pferd das tatsächlich antun, frage ich mich. Man trainiert wochenlang, monatelang, und im Viereck passiert dann ein kleiner Fehler (egal ob Pferd oder Reiter) oder ein Richter hat einen schlechten Tag und schon ist die Benotung viel niedriger als erwartet und man stellt sich automatisch die Frage: Was habe ich schlechter gemacht als alle anderen? Außerdem fühle ich mich auch auf Abreiteplätzen nicht wohl, in jeder Ecke stehen Zuschauer, jeder Fehler, jede Bewegung wird misstrauisch beobachtet.weiterlesen...

Pinto, das gescheckte Indianerpferd

Nicht nur Indianderpferde nennt man Pinto, sondern es ist ein Sammelbegriff für alle gescheckten Pferde

Bunt gescheckte Indianerpferde mit Federn in der Mähne und Indianern ohne Sattel auf dem Rücken – das assoziieren die meisten mit dem Begriff „Pinto“. Doch dahinter verbirgt sich viel mehr, denn Pinto ist nur eine Sammelbezeichnung für gescheckte Pferde aller Rassen. Vom langhaarigen Pony über das sportliche Springpferd bis hin zum großen Kaltblut mit langen Kötenbehängen reicht der Begriff. Der Begriff leitet sich von den spanischen Wörtern „pinta“ und „pintado“ ab, was so viel heißt wie „Fleck“ beziehungsweise „bunt gefleckt“. Als Pinto bezeichnet man nun also alle Pferde, deren Fell von Geburt an eine deutliche Scheckung aufweist. Warum unbedingt von Geburt an? Die Fellfarbe, die ein Pferd bei der Geburt hat, muss es nicht unbedingt sein Leben lang behalten. Das typische Beispiel dafür sind Schimmel, das heißt weiße Pferde. Diese werden als Rappen, Braune oder manchmal sogar Füchse geboren, zumindest aber in einem dunkleren Haarkleid und werden erst im Laufe von einigen Jahren heller, ein Vorgang, der bis zu sieben Jahre dauern kann. Schecken dagegen werden schon als solche geboren, auch die weißen Stellen sind schon bei der Geburt weiß und müssen nicht erst ausschimmeln.weiterlesen...

Die Vorbereitungen zum ersten Turnier

Vor dem turnier ist es hektisch. Treffen Sie geplante Vorbereitungen anhand unserer Checkliste

Wenn nun tatsächlich das erste richtige Turnier ansteht, gibt es einige Vorbereitungen zu treffen. Am besten und übersichtlichsten ist es, sich eine Checkliste zu machen mit allen To Do’s um nicht en Überblick zu verlieren. 1. Anmeldung, Nennung Das Pferd muss als Turnierpferd eingetragen sein, wenn man bei einem Turnier startet, außerdem muss man sich und das Pferd natürlich auch anmelden. Die Turnierausschreibungen findet man normalerweise auf der Homepage des Reitstalles, bei dem sie ausgetragen werden, auf der offiziellen Seite des Landes-/ oder Bundesverbandes, manchmal auch direkt im Stall oder in Zeitschriften und Co. Dort finden sich auch alle Informationen wie und was zu nennen ist, was für eine Startgebühr zu entrichten ist und wann Nennschluss ist. Manchmal, so wie beim Turnier meiner Freundin, ist der Nennschluss auch erst am Abend vor dem Turnier, und man muss persönlich hinfahren und sich anmelden. Am Turniertag muss man natürlich zur Meldestelle vor Ort und sich erneut anmelden, beziehungsweise zeigen, dass man auch tatsächlich da ist, und sich seine Startnummer und –zeit abholen.weiterlesen...

Das erste Turnier - Was kommt auf mich zu?

Egal ob Reitertreffen oder Spaßturnier, die Saison ist in vollem Gange. Was Sie und Ihr Pferd erleben werden

Mittlerweile ist die Turniersaison in vollem Gange und viele, ob Amateur, Freizeitreiter oder Profi, starten in verschiedenen Sparten, ob beim Reitertreffen oder Spaßturnier nebenan oder einem nationalen oder gar internationalen Turnier. Hin und wieder denke ich mir auch, einmal oder vielleicht auch mehrmals auf ein Turnier zu fahren wäre schon ganz nett und lehrreich. Aber wenn ich dann zum Zusehen komme und die aufwendigen Vorbereitungen, den Zeit- und Geldaufwand sehe, bin ich doch froh, diesem Turnier-Virus (noch) zu entkommen. Erst letztes Wochenende war ich als Unterstützung und „Turniertrottel“ (das heißt, als Helfer) beim Turnier meiner Freundin dabei. Sie ist selbst eigentlich Freizeitreiterin, die nun doch etwas Turnierluft schnuppern möchte. Deshalb von mir hier einige wichtige Tipps und Ratschläge für das erste Turnier und generell für den ganzen Wirbel um die Wettbewerbe.weiterlesen...

Das Pferd als Therapeut, die Gründe dafür

Mein Pferd ist mein Therapeut hört man oft von Pferdehaltern. Dafür gibt geistige und körperliche Gründe.

„Mein Pferd ist mein Therapeut“, diesen Satz höre ich ständig und gebe ihn auch selbst von mir. Dazu gibt es heutzutage auch schon einige Studien, die genau das beweisen, was wir Pferdeliebhaber schon lange wissen: Das Pferd ist ein wahrlich guter Therapeut. Gründe dafür gibt es genug, sowohl körperlich als auch geistig. Da ich mich selber mit Hippotherapie (Krankengymnastik auf dem Pferd) beschäftige, weiß ich natürlich, welche physiotherapeutischen Wirkungen das Pferd auf den Körper hat. Zuerst einmal ist man im Umgang mit dem Pferd ständig in Bewegung, sei es beim Putzen, Spaziergehen oder Reiten. Gerade nach einem langen Tag im Büro, den man hauptsächlich sitzend zugebracht hat, profitieren Glieder, Muskeln und Sehen von der Bewegung. Vor allem beim Reiten ist der ganze Körper in Bewegung, selbst wenn man nur „ein bisschen in der Gegend herumgaukeln“, denn das Pferd bewegt sich ja und sendet dabei dreidimensionale Schwingungen aus, welche auf den Reiter übergehen, der somit auch beim passiven Reiten in Bewegung ist und beim aktiven Reiten natürlich noch viel mehr.weiterlesen...

Sind Pferde überhaupt als Gewichtsträger geeignet

Pferde sind kräftig, sie können auch große Lasten ziehen, aber zum Tragen von großem Gewicht sind sie nicht so geeignet

Seit jeher reiten Menschen auf Pferden, so sind in unseren Köpfen Bilder des wild reitenden Indianers genauso verankert wie Bilder vom Soldaten hoch zu Ross. Dabei sind Pferde von der Natur aus nicht dazu geschaffen, uns Menschen auf ihren Rücken zu tragen. Wir sehen einen breiten Rücken, vier Beine und den Bauchumfang und denken nicht daran, dass es die vergleichsweise dünne Wirbelsäule ist, die den Bauch des Pferdes tragen muss und dann auch noch das zusätzliche Reitergewicht. Beim Recherchieren habe ich Zahlen von etwa 300 Kilogramm gefunden, die der Bauchumfang eines ausgewachsenen Pferdes fassen kann. Diese 300 Kilogramm „hängen“ nun quasi an der dünnen Wirbelsäule, was nur durch die geschickte Gewichtsverteilung möglich gemacht wird. weiterlesen...

Pferd nach dem Winter anweiden

Nach dem Winter muss das Pferd wieder langsam an die Weide und das frische Gras gewöhnt werden.

Was machen Pferde den ganzen Tag auf der Pferdekoppel? Eine halbe Stunde jagen sie in wildem Galopp oder gesittetem Trab über die Wiese, spielen oder fechten die Rangordnung aus, die restlichen Stunden verbringen sie mit Fressen. Im Winter fällt dies weg, da viele Koppeln in der kalten Jahreszeit gar nicht oder nur bedingt genutzt werden können. Und selbst wenn sie im Winter draußen stehen, gibt es kaum Gras, das sie fressen können. Ließe man die Pferde im nächsten Frühling sofort wieder den ganzen Tag auf die Koppel, würden sie sich die Bäuche voll mit dem saftigen Frühlingsgras schlagen. Das kann allerdings sehr gefährlich werden, denn im Winter bekommen die Pferde Heu, das viel weniger Eiweiße enthält als das frische Frühlingsgras. Um dieses proteinreiche Gras zu verdauen, sind spezielle Darmbakterien notwendig, welche allerdings im Winter kaum benötigt werden, weshalb im Frühling nur mehr geringe Mengen von ihnen vorhanden sind. Merkt die Darmflora allerdings den Unterschied, beginnt sie mit der Produktion der Darmbakterien, was allerdings auch eine gewisse Zeit dauert.weiterlesen...