Fohlen kaufen und selbst einreiten oder Jungpferd

Beim Einreiten eines Fohlens können viele Fehler passieren. Ist es daher besser ein Jungpferd zu kaufen

Meine Freundin legte sich vor einiger Zeit ein Hengstfohlen zu und hat auch vor, es selbst auszubilden und einzureiten. Bei ihr bin ich mir zwar sicher, dass sie über genug Erfahrung im Umgang mit Pferden und auch Jungpferden besitzt, um das schaffen zu können, aber ich höre von vielen Seiten immer wieder von Reitern, die sich ein noch rohes Pferd kaufen und mit der Ausbildung dann überfordert sind, oder so einiges falsch machen. Und diese Schäden und Angewohnheiten, die durch falsches Einreiten entstehen, sind nur schwer wieder auszubügeln.Deshalb halte ich es für immens wichtig, über genügend Erfahrung mit Jungpferden zu verfügen, bevor man sein Pferd selber ausbildet. Fohlen und Jungpferde sind wie Kinder, manchmal unberechenbar und stur und sie verfügen über eine enorme Kraft, die sie noch nicht richtig einsetzen können. Ich habe erst vor kurzem einen Fohlenbesitzer gesehen, der seit gerade mal einem halben Jahr Reitunterricht an der Longe hat und sich auf dieses halbe Jahr so einiges einbildet. Er meint nun, seinen Jährling in zwei Jahren richtig gut selbst einreiten zu können, obwohl er den Reitunterricht abgebrochen hat und noch nie frei geritten ist. „Lern ich halt mit meinem Pferd gemeinsam“, sagte er schulterzuckend. Das finde ich einfach nur verantwortungslos, immerhin muss ein Pferd langsam und schonend eingeritten werden, da kann sich nicht sofort ein Anfänger draufsetzen, an den Zügeln herumziehen und die Fersen in den Bauch rammen. Junge Pferde brauchen einen einfühlsamen Reiter, der seinen eigenen Körper unter Kontrolle hat und genau weiß, wann er im Gleichgewicht ist, einen guten Sitz hat und das Pferd nicht zu sehr belastet. Und auch Geduld und Disziplin sind wichtige Eigenschaften, wie bei der Erziehung eines Kindes.weiterlesen...

Ist Reiten ein Sport, oder nicht?

Oft hört man den Kommentar nicht Nichtreitern. Reiten ist kein Sport, man sitzt nur auf dem Pferd, aber im Gegenteil...

Als begeisterte Reiterin und Pferdeliebhaberin muss ich mich oft mit geringschätzigen Kommentaren herumschlagen, wenn ich Nichtreitern von meiner Lieblingsbeschäftigung erzähle. Für mich ist klar, dass der Reitsport das auch ist: eine absolut anstrengende Sportart. Aber viele die mit Pferden nichts am Hut haben, verstehen das nicht. „Du sitzt ja nur da und lässt das Pferd die ganze Arbeit machen!“ Genau das Gegenteil ist allerdings der Fall.1. Ein mittelgroßes Pferd sendet schon in der langsamsten Gangart, dem Schritt, 90-110 Schwingungsimpulse pro Minute aus, die der Reiter aufnimmt. Schlüsselpunkt hierfür ist das Becken, von wo aus die Schwingungen in Rumpf und Wirbelsäule übertragen werden und schließlich auch in die Gliedmaße und den Kopf gelangen. Im Endeffekt ist also der ganze Körper in Bewegung. Und das schon, wenn der Reiter passiv im Sattel „hängt“, was weder für den Reiter noch für das Pferd angenehm ist. Jeder, der schon Reitunterricht genommen hat, kennt die Befehle, mit denen Reitlehrer liebend gerne ihre Schüler quälen: „Schultern zurück“, „Aufrecht Sitzen“, Ellbogen an den Körper“, „Waden ans Pferd“, „Fersen nach unten“ und „Kinn hoch“ sind nur einige dieser Korrekturen. Da kommt man leicht ins Schwitzen, wenn man all diese Aufgaben erfüllt, noch bevor man Wendungen und Bahnfiguren reiten und noch bevor man überhaupt daran denken kann, zu traben oder galoppieren. weiterlesen...

Offenstall oder Box, was ist besser, welche Vorteile welche Nachtele

Oft diskutiert: Offener Stall oder geschlossene Box. Mehr Ärger oder mehr Spielraum für Ihr Pferd

Pferde sind Flucht,- Herden und vor allem Lauftiere. In der freien Natur fressen und laufen sie den ganzen Tag, Grund genug für mich, den Offenstall allen anderen Haltungsmöglichkeiten vorzuziehen. Vorteile des Offenstalls? Davon gibt es dutzende, allerdings muss ich auch zugeben, dass nicht jedes Pferd in den Offenstall passt. Manche, besonders rangniedrige Pferde, eignen sich nicht gut für das Leben in der Herde oder werden von den ranghöheren erst gar nicht zum Futter gelassen. Außerdem ist die Verletzungsgefahr durch das Herdenleben viel höher, was besonders die Besitzer von teuren Sportpferden nicht gerne sehen. Und dann ist da noch die Bequemlichkeit einiger Pferdebesitzer, denn sein Pferd in der Dunkelheit im Offenstall zu suchen ist erfahrungsgemäß keine leichte Sache und wenn das Pferd sich dann auch noch ordentlich im Schlamm gewälzt hat, ist der Ärger perfekt. Aber für mich haben diese Nachteile kaum Gewicht, wenn ich mir die zufriedenen und gesunden Pferde ansehe, die ihr Leben im Offenstall verbringen dürfen. weiterlesen...

Bewegung ist das Wichtigste für Pferde

Das Wichtigste für Pferde ist die Bewegung, sei es im Training, oder in der Ruhepause

Das Thema, wie viel Bewegung ein Pferd wirklich braucht, wie oft in der Woche es geritten, longiert oder gymnastiziert werden soll, erhitzt in der Pferdewelt viele Gemüter. Ich bin schon mit vielen unterschiedlichen Meinungen konfrontiert worden und möchte deshalb meinen eigenen Standpunkt zu diesem Thema darlegen.Wie man aus jedem Pferdefachbuch lernt, laufen die Vierbeiner in freier Natur bis zu 16 Stunden am Tag und legen dabei weite Strecken zurück. Über die Frage, wie viele Kilometer sie pro Tag wandern, lässt sich streiten, manche gehen von 20 km aus, andere sogar von bis zu 40 oder 50 km. Selber der niedrigere Wert ist noch sehr beachtlich, besonders wenn man bedenkt, dass unsere Sport- und Freizeitpferde täglich eine Stunde geritten werden. Natürlich, in dieser einen Stunde ist nicht nur Schritt, sondern auch viel Trab und Galopp enthalten, aber es ist und bleibt trotzdem nur eine Stunde. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass unsere Pferde viel zu wenig Bewegung bekommen, aber im Vergleich zu ihrem natürlichen Verhalten und ihren Trieben ist dem so. Erfinderisch, wie wir Menschen sind, haben wir aber einige gute Alternativen gefunden, um den Mangel an Bewegung auszugleichen: Die Offenstallhaltung, der Koppelgang, das Longieren, Gymnastizierungen und noch vieles mehr. weiterlesen...