Reitunfall, der Sturz vom Pferd ist unvermeidbar

Sie können den Sturz vom Pferd nicht zu 100% verhindern, aber mit einigen Tricks und Übungen vermeiden Sie Verletzungen

Jeder Reiter stürzt irgendwann einmal vom Pferd. Das ist quasi ein Muss, denn viele meinen sogar, wer noch nie vom Pferd gefallen ist, sei kein echter Reiter. An meinen ersten Sturz kann ich mich noch gut erinnern. Mein Pferd erschrak vor dem lauten Rattern eines Traktors und im nächsten Moment lag ich auch schon auf dem Boden. „Pferd einfangen, aufstehen, weiterreiten!“, sagte mein Reitlehrer knapp zu mir. Trotz schmerzendem Allerwertesten humpelte ich also zu besagtem Pferd, das mittlerweile wie ein Unschuldslamm in der Ecke stand, schnappte mir die Zügel und stieg wieder auf. Erst nachher erklärte mir mein Reitlehrer, dass das Aufsteigen und Weiterreiten deshalb so wichtig war, weil man sonst möglicherweise so große Angst vorm Reiten bekam, dass man nie wieder aufstieg. Einen richtig schlimmen Reitunfall hatte ich bisher glücklicherweise noch nicht, obwohl ich mehr als zwanzig Stürze hinter mir haben muss. Von einem Pferd, einem jungen Schulpferd, stürzte ich innerhalb von wenigen Monaten regelmäßig, sodass meine Eltern darauf bestanden, dass ich einen Rückenprotektor trug. Mit dem oftmaligen Küssen des Bodens lernte ich auch, wie ich richtig fiel und besonders wie ich Stürze vermied.weiterlesen...

Brauchen auch Pferde Ferien wenn die Hitze zu groß wird?

Auch Pferde leiden unter zu großer Hitze, zumindest einige Rassen. Sollte man Ihnen daher frei geben? Oder ist reiten bei Hitze kein Problem?

Ein ganz aktuelles Thema, der Sommer kommt nämlich und nicht nur wir schwitzen, auch unsere vierbeinigen Freunde leiden unten der Hitze, manche mehr, andere weniger. Viele Pferde bekommen schnell Kreislaufprobleme und so kann das Reiten im Sommer zur Qual werden. Besonders Isländer, Fjordpferde, Haflinger und Kaltblüter – Rassen, die in ihrem Ursprungsgebiet hauptsächlich kalten Temperaturen ausgesetzte waren – und Friesen (aufgrund ihres dunklen Fells) leiden im Sommer. Je dicker der Pelz, desto wärmer wird ihnen zusätzlich. Zum Glück gibt es einige Dinge, die ein problemloseres Überstehen der Sommerhitze ermöglichen. Meine Reitbeteiligung reagiert sehr anfällig auf die Hitze, speziell bei über 30 Grad, wenn er den ganzen Tag auf der Koppel steht. In der Mittagszeit steht er dann meistens im Schatten einiger Bäume, bewegt sich nicht viel und oft hält er sogar ein Mittagsschläfchen. Zwar ist es in meinem Stall nicht üblich, die Pferde über Mittag in die Box zu stellen, allerdings ist das eine gute Möglichkeit für hitzeempfindliche Pferde, besonders wenn auf der Koppel nur wenig oder gar kein Schatten vorhanden ist. Ausreichend Trinken ist nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Pferde wichtig, und das Abkühlen der Pferde durch kühle Duschen hat auch einen gewissen Reiz. Hier ist es allerdings wichtig, immer bei den Füßen anzufangen und sich erst langsam hochzuarbeiten. Mein Haflinger, der eigentlich total wasserscheu ist und im Gelände kaum über eine Pfütze zu bringen ist, liebt das Abspritzen im Sommer und genießt eine Dusche richtig. weiterlesen...

Islandpferd und Islandpony, Tölter aus dem Norden

Jeder kennt die kleinen stämmien Pferde aus dem Norden, die Rede ist vom Islandpferd, oft auch Tölter genannt

Wer kennt sie nicht, die kleinen, stämmigen Vierbeiner mit dem dichten, flauschigen Pelz? Aus Island stammen sie, die Islandpferde. Und obwohl sie von der Größe her eigentlich zu den Ponys gehören, werden sie doch als Island-Pferde bezeichnet. Mich haben sie schon immer fasziniert, die Isländer, und doch gibt es auch bei dieser Pferderasse unzählige Vorurteile. Isländer reitet man ganz anders als andere Pferde. Ja genau, weil man ja auch einen Porsche so anders fährt als einen Golf. Natürlich, ein paar Unterschiede gibt es, aber auch Isländer haben schließlich Schritt, Trab und Galopp und sind mit Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen zu reiten. Der einzige Unterschied sind die zusätzlichen Gangarten Tölt und Pass, die man einfach lernen muss. Es gibt genug Islandpferde, die „nur“ vier Gangarten haben und in den Tölt nur bei den richtigen Hilfen fallen und sonst immer traben, andererseits gibt es auch Isländer, die auch ohne Hilfengebung im Tölt bleiben und nur selten traben. Und Tölt ist erfahrungsgemäß die angenehmste Gangart überhaupt, bleibt doch das Sprunghafte aus und man sitzt ganz bequem im Sattel.weiterlesen...

Fohlen kaufen und selbst einreiten oder Jungpferd

Beim Einreiten eines Fohlens können viele Fehler passieren. Ist es daher besser ein Jungpferd zu kaufen

Meine Freundin legte sich vor einiger Zeit ein Hengstfohlen zu und hat auch vor, es selbst auszubilden und einzureiten. Bei ihr bin ich mir zwar sicher, dass sie über genug Erfahrung im Umgang mit Pferden und auch Jungpferden besitzt, um das schaffen zu können, aber ich höre von vielen Seiten immer wieder von Reitern, die sich ein noch rohes Pferd kaufen und mit der Ausbildung dann überfordert sind, oder so einiges falsch machen. Und diese Schäden und Angewohnheiten, die durch falsches Einreiten entstehen, sind nur schwer wieder auszubügeln. Deshalb halte ich es für immens wichtig, über genügend Erfahrung mit Jungpferden zu verfügen, bevor man sein Pferd selber ausbildet. Fohlen und Jungpferde sind wie Kinder, manchmal unberechenbar und stur und sie verfügen über eine enorme Kraft, die sie noch nicht richtig einsetzen können. Ich habe erst vor kurzem einen Fohlenbesitzer gesehen, der seit gerade mal einem halben Jahr Reitunterricht an der Longe hat und sich auf dieses halbe Jahr so einiges einbildet. Er meint nun, seinen Jährling in zwei Jahren richtig gut selbst einreiten zu können, obwohl er den Reitunterricht abgebrochen hat und noch nie frei geritten ist. „Lern ich halt mit meinem Pferd gemeinsam“, sagte er schulterzuckend. Das finde ich einfach nur verantwortungslos, immerhin muss ein Pferd langsam und schonend eingeritten werden, da kann sich nicht sofort ein Anfänger draufsetzen, an den Zügeln herumziehen und die Fersen in den Bauch rammen. Junge Pferde brauchen einen einfühlsamen Reiter, der seinen eigenen Körper unter Kontrolle hat und genau weiß, wann er im Gleichgewicht ist, einen guten Sitz hat und das Pferd nicht zu sehr belastet. Und auch Geduld und Disziplin sind wichtige Eigenschaften, wie bei der Erziehung eines Kindes.weiterlesen...

Ist Reiten ein Sport, oder nicht?

Oft hört man den Kommentar nicht Nichtreitern. Reiten ist kein Sport, man sitzt nur auf dem Pferd, aber im Gegenteil...

Als begeisterte Reiterin und Pferdeliebhaberin muss ich mich oft mit geringschätzigen Kommentaren herumschlagen, wenn ich Nichtreitern von meiner Lieblingsbeschäftigung erzähle. Für mich ist klar, dass der Reitsport das auch ist: eine absolut anstrengende Sportart. Aber viele die mit Pferden nichts am Hut haben, verstehen das nicht. „Du sitzt ja nur da und lässt das Pferd die ganze Arbeit machen!“ Genau das Gegenteil ist allerdings der Fall. 1. Ein mittelgroßes Pferd sendet schon in der langsamsten Gangart, dem Schritt, 90-110 Schwingungsimpulse pro Minute aus, die der Reiter aufnimmt. Schlüsselpunkt hierfür ist das Becken, von wo aus die Schwingungen in Rumpf und Wirbelsäule übertragen werden und schließlich auch in die Gliedmaße und den Kopf gelangen. Im Endeffekt ist also der ganze Körper in Bewegung. Und das schon, wenn der Reiter passiv im Sattel „hängt“, was weder für den Reiter noch für das Pferd angenehm ist. Jeder, der schon Reitunterricht genommen hat, kennt die Befehle, mit denen Reitlehrer liebend gerne ihre Schüler quälen: „Schultern zurück“, „Aufrecht Sitzen“, Ellbogen an den Körper“, „Waden ans Pferd“, „Fersen nach unten“ und „Kinn hoch“ sind nur einige dieser Korrekturen. Da kommt man leicht ins Schwitzen, wenn man all diese Aufgaben erfüllt, noch bevor man Wendungen und Bahnfiguren reiten und noch bevor man überhaupt daran denken kann, zu traben oder galoppieren. weiterlesen...