Der Ausritt im Schulbetrieb, ein Erlebnis

Der Ausritt im Schulbetrieb ist ein besonderes Erlebnis für den Schüler. Lesen Sie, auf was Sie achten sollten.

Vor ein paar Jahren, als ich noch im Schulbetrieb geritten bin, gab es dort ein junges Schulpferd, der mein absoluter Liebling war. Canducci hieß er, der freche und schreckhafte Haflinger. An einem warmen Maitag war es dann auch soweit, dass ich das erste Mal bei einem Ausritt mit Canducci mitgehen durfte. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich schon früher ausgeritten bin, aber mit Canducci war es dann schon etwas Besonderes. An diesem Tag putzte ich ihn besonders ausgiebig und flüsterte ihm in sein semmelfarbenes Ohr, er solle ganz brav sein. Ich wusste, dass ich da viel von ihm verlangte, denn er war noch recht jung und sehr schreckhaft. Für ihn war es der erste Ausritt im Schulbetrieb, zuvor war er erst ein paar Mal mit den Reitlehrern im Gelände gewesen, noch nie aber von einem Reitschüler.Mit mir waren wir sechs Reitschülerinnen, und zwei unserer Reitlehrer sollten uns begleiten. Da auf dem Hof im Gelände Rückenschutzpflicht herrschte, hatten wir alle Rückenprotektoren dabei, außerdem natürlich unsere Helme, Handschuhe und Gerten. Die Pferde wurden gesattelt und aufgetrenst, dann marschierten wir auf den Rietplatz, stellten uns auf der Mittellinie auf und stiegen auf die Pferde. Auch unserer Reitlehrer kamen jetzt und nachdem sie bei jedem kontrolliert hatten, ob die Sattelgurte auch ordentlich fest waren, die Steigbügel drei Löcher kürzer als normal gestellt waren und wir alle auch wirklich ausreiten wollten, stiegen auch sie auf. Dann reihten wir uns in der zuvor ausgemachten Reihenfolge hintereinander ein und gingen noch zwei Runden auf jeder Seite auf dem Platz. weiterlesen...

Ausreiten, der Traum aller Reitanfänger

Endlich Ausreiten. Wieviele Reitstunden sind nötig und auf was muss der Reitanfänger beim ersten Ausritt achten?

Letzte Woche fragte mich eine meiner Klassenkameradinnen, wie viele Reitstunden man nehmen müsse, um mit dem Pferd Ausreiten gehen zu können. Meine ehrliche Antwort darauf wäre gewesen, dass sie mindestens ein, wenn nicht sogar zwei Jahre lang regelmäßigen Reitunterricht nehmen solle, ehe sie sich ins Gelände aufmacht. Als ich sie fragte, ob sie auch richtig reiten lernen wollte, verneinte sie und sagte doch tatsächlich: „Ich möchte nur im Gelände ein bisschen reiten, am Fluss entlang und im Wald…“Leider haben diesen Traum viele Reitanfänger und viele träumen sogar nur davon, auf Feldwegen entlang zu galoppieren und nehmen Reitstunden nur für diesen Zweck. Dabei ist das Reiten im Gelände viel gefährlicher, als in der Halle oder auf dem Platz. Was sollte man also wirklich können, ehe man sich ins Grüne wagt?Zuerst einmal sind Pferde, wie ich schon oft erwähnt habe, Fluchttiere. Selbst das bravste Pferd erschreckt sich in der Halle einmal vor einem lauten Geräusch oder bleibt auf dem Platz stocksteif stehen, wenn der knallrote Traktor durch das Nachbarfeld tuckert. Wie man sich also vorstellen kann, bietet das Gelände noch viel mehr Möglichkeiten, sich zu schrecken. Nicht, dass die Pferde es absichtlich tun würden, aber auch brave und abgestumpfte Schulpferde sind nun einmal Fluchttiere und nehmen gerne einmal die Beine in die Hand, wenn sie mit etwas konfrontiert werden, dass ihnen Angst macht. Bei den Ausritten, die ich in meiner Zeit im Schulbetrieb unternahm, ging jedes Mal mindestens ein Pferd durch. Ganz normal, wenn ein Reitschüler im Sattel sitzt, der kaum weiß, was er tut. weiterlesen...

Reitunfall, der Sturz vom Pferd ist unvermeidbar

Sie können den Sturz vom Pferd nicht zu 100% verhindern, aber mit einigen Tricks und Übungen vermeiden Sie Verletzungen

Jeder Reiter stürzt irgendwann einmal vom Pferd. Das ist quasi ein Muss, denn viele meinen sogar, wer noch nie vom Pferd gefallen ist, sei kein echter Reiter. An meinen ersten Sturz kann ich mich noch gut erinnern. Mein Pferd erschrak vor dem lauten Rattern eines Traktors und im nächsten Moment lag ich auch schon auf dem Boden.„Pferd einfangen, aufstehen, weiterreiten!“, sagte mein Reitlehrer knapp zu mir. Trotz schmerzendem Allerwertesten humpelte ich also zu besagtem Pferd, das mittlerweile wie ein Unschuldslamm in der Ecke stand, schnappte mir die Zügel und stieg wieder auf. Erst nachher erklärte mir mein Reitlehrer, dass das Aufsteigen und Weiterreiten deshalb so wichtig war, weil man sonst möglicherweise so große Angst vorm Reiten bekam, dass man nie wieder aufstieg.Einen richtig schlimmen Reitunfall hatte ich bisher glücklicherweise noch nicht, obwohl ich mehr als zwanzig Stürze hinter mir haben muss. Von einem Pferd, einem jungen Schulpferd, stürzte ich innerhalb von wenigen Monaten regelmäßig, sodass meine Eltern darauf bestanden, dass ich einen Rückenprotektor trug. Mit dem oftmaligen Küssen des Bodens lernte ich auch, wie ich richtig fiel und besonders wie ich Stürze vermied.weiterlesen...

Brauchen auch Pferde Ferien wenn die Hitze zu groß wird?

Auch Pferde leiden unter zu großer Hitze, zumindest einige Rassen. Sollte man Ihnen daher frei geben? Oder ist reiten bei Hitze kein Problem?

Ein ganz aktuelles Thema, der Sommer kommt nämlich und nicht nur wir schwitzen, auch unsere vierbeinigen Freunde leiden unten der Hitze, manche mehr, andere weniger. Viele Pferde bekommen schnell Kreislaufprobleme und so kann das Reiten im Sommer zur Qual werden. Besonders Isländer, Fjordpferde, Haflinger und Kaltblüter – Rassen, die in ihrem Ursprungsgebiet hauptsächlich kalten Temperaturen ausgesetzte waren – und Friesen (aufgrund ihres dunklen Fells) leiden im Sommer. Je dicker der Pelz, desto wärmer wird ihnen zusätzlich. Zum Glück gibt es einige Dinge, die ein problemloseres Überstehen der Sommerhitze ermöglichen.Meine Reitbeteiligung reagiert sehr anfällig auf die Hitze, speziell bei über 30 Grad, wenn er den ganzen Tag auf der Koppel steht. In der Mittagszeit steht er dann meistens im Schatten einiger Bäume, bewegt sich nicht viel und oft hält er sogar ein Mittagsschläfchen. Zwar ist es in meinem Stall nicht üblich, die Pferde über Mittag in die Box zu stellen, allerdings ist das eine gute Möglichkeit für hitzeempfindliche Pferde, besonders wenn auf der Koppel nur wenig oder gar kein Schatten vorhanden ist. Ausreichend Trinken ist nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Pferde wichtig, und das Abkühlen der Pferde durch kühle Duschen hat auch einen gewissen Reiz. Hier ist es allerdings wichtig, immer bei den Füßen anzufangen und sich erst langsam hochzuarbeiten. Mein Haflinger, der eigentlich total wasserscheu ist und im Gelände kaum über eine Pfütze zu bringen ist, liebt das Abspritzen im Sommer und genießt eine Dusche richtig. weiterlesen...

Islandpferd und Islandpony, Tölter aus dem Norden

Jeder kennt die kleinen stämmien Pferde aus dem Norden, die Rede ist vom Islandpferd, oft auch Tölter genannt

Wer kennt sie nicht, die kleinen, stämmigen Vierbeiner mit dem dichten, flauschigen Pelz? Aus Island stammen sie, die Islandpferde. Und obwohl sie von der Größe her eigentlich zu den Ponys gehören, werden sie doch als Island-Pferde bezeichnet. Mich haben sie schon immer fasziniert, die Isländer, und doch gibt es auch bei dieser Pferderasse unzählige Vorurteile.Isländer reitet man ganz anders als andere Pferde.Ja genau, weil man ja auch einen Porsche so anders fährt als einen Golf. Natürlich, ein paar Unterschiede gibt es, aber auch Isländer haben schließlich Schritt, Trab und Galopp und sind mit Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen zu reiten. Der einzige Unterschied sind die zusätzlichen Gangarten Tölt und Pass, die man einfach lernen muss. Es gibt genug Islandpferde, die „nur“ vier Gangarten haben und in den Tölt nur bei den richtigen Hilfen fallen und sonst immer traben, andererseits gibt es auch Isländer, die auch ohne Hilfengebung im Tölt bleiben und nur selten traben. Und Tölt ist erfahrungsgemäß die angenehmste Gangart überhaupt, bleibt doch das Sprunghafte aus und man sitzt ganz bequem im Sattel.weiterlesen...